Nostalgisches aus Ateliers

Was wohl dieses Mal zusammenkommt? Auch für Kurator Ulrich Gohl ist die Vorbereitung einer neuen Ausstellung im MUSE-O jedes Mal wieder eine rundum spannende Angelegenheit, stockt er doch meistens das vorhandene und nicht immer umfangreiche Material mit Stücken auf, die Bürgerinnen und Bürger beisteuern. Viel Zeit bleibt dafür oft nicht, manchmal liegen nur vier oder fünf Monate vom ersten Presseaufruf bis zur Eröffnung der jeweiligen Schau.

Das ist auch beim nächsten Thema, den Dorffotografen, so. Vom Gablenberger Fotoatelier Schlienz sind reichlich Glasplatten und Negative erhalten, es fehlen aber bisher Objekte aus dem Atelier – seien es Scheinwerfer, Kameras, die Stühle, auf denen die Fotografierten saßen oder Dekogegenstände bis hin zu den Hintergrundbildern. Nach solchem Material wird noch dringend gesucht. Ein paar „schöne, alte Fotos“ hat der Kurator aber schon bekommen, in digitalisierter Form, weil die Originale vor Licht geschützt werden sollten. Auch eine Carte de Visite, wie man damals die auf Karton aufgezogenen und mit einer Goldsignatur versehenen Fotos nannte, konnte er erstehen.

Mit den Nachkommen des Fotografen Clar hat Gohl Kontakt aufgenommen und hofft, von ihnen Geschichten und vielleicht auch Ausstattungsgegenstände zu erhalten. Neben Schlienz und Clar beschäftigt sich die Ausstellung mit den früheren Fotografen in Wangen, Feuerbach und Mühlhausen.

Eine Vitrine soll die dreidimensionalen Exponate zeigen. Die Aufmachung der ganzen Schau ist aber bewusst schlicht und puristisch gehalten, auch in Abgrenzung zu den letzten, recht aufwendigen Präsentationen. Schwerpunkt liegt ganz klar auf den Fotos, die für sich selbst an der Wand wirken sollen. Auch Text-Bild-Tafeln wird es dazu geben.

Wer noch Fotos oder Gegenstände beisteuern kann, wendet sich per Mail an den Kurator, unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: Sammlung Böhm