Recycling für ein Hilfsprojekt

Die Sechstklässler der Grund und Werkrealschule Gablenberg möchten mit dem Recycling-Projekt „Stifte machen Mädchen stark“ nicht nur Müll vermeiden, sondern auch Mädchen aus Syrien helfen. Sie hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Schwierig ist das nicht, man braucht nur ausgediente Stifte zu sammeln und abzugeben. Leere Filzstifte und Tintenkiller oder ausgediente Kugelschreiber wandern normalerweise in den Müll. In der Summe kommt da eine ganze Menge Plastik zusammen. Das fiel den Sechstklässlern auf, die sich im Fach BNT (Biologie-Naturphänomene- Technik) schon seit Monaten mit dem Thema Müll beschäftigen. (In unserer letzten Ausgabe hatten wir von ihrer Putzaktion im Klingenbachpark berichtet).

Muss das alles wirklich in der Müllverbrennung landen? Das wollten sie von ihren Lehrern wissen – und die stießen bei einer Internet-Recherche auf das Projekt, das genau zu dieser Frage passt und noch bis Jahresende läuft. Organisiert wird es vom Weltgebetstag der Frauen in Deutschland: An vielen Sammelstellen bundesweit werden ausgediente Schreibgeräte gesammelt und eingeschickt. Eine Recyclingfirma schmilzt sie zu Plastikkügelchen ein, die wiederum als Rohstoff für neue Produkte dienen. Für jedes Schreibgerät bezahlt die Recycling-Firma einen Cent für ein Hilfsprojekt, bei dem ein Team aus Lehrer/innen und Psycholog/innen 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglicht. „Für 450 Stifte können wir zum Beispiel ein Mädchen mit Schulmaterial ausstatten und so eine Tür für eine bessere Zukunft öffnen“, ist auf der Website des Projektes nachzulesen.

Die GWRS Gablenberg unterstützt nun unter Regie ihrer Sechstklässler das Projekt, die Schülerinnen und Schüler haben bereits Sammelkisten gebastelt. Auch über die Sommerferien kann gesammelt werden, denn an drei Stellen stehen Sammelkartons bereit: Im MUSE-O, bei Karin’s Presseecke in der Gablenberger Hauptstraße 1 und bei Schreibwaren Wenzel in der Haußmannstraße 198. Wer also die Schultasche fürs neue Schuljahr ausmistet, sollte die Schreibgeräte nicht gleich zu Hause wegwerfen, sondern lieber an einer der genannten Stellen abgeben. Mindestens 15 Kilogramm an ausgedienten Schreibgeräten müssen zusammen kommen, damit die Stifte eingeschickt werden können – das ist Bedingung.

Angenommen werden: alle Kugelschreiber, alle Filzstifte, alle Korrekturmittel (also zum Beispiel auch Tippex-Fläschchen) und alle Textmarker. Nicht angenommen werden: Klebestifte, Radiergummis, Lineale, Bleistifte, Buntstifte Scheren und Druckerpatronen. Die Jugendlichen hoffen nun, mit Hilfe aus dem Stadtbezirk die erforderliche Mindestmenge zu erreichen. Angesprochen sind Privatleute, aber auch Arztpraxen, Banken oder Büros – alle Stellen, an denen Stifte verbraucht werden. Mehr über das Projekt ist im Internet unter https://weltgebetstag.de/aktionen/stifteaktion/ zu erfahren.