Nicht, dass Peter Kosock keine Langeweile kennen würde. Doch wenn sie bei ihm aufkommt, verwandelt er sie in Kunst - denn kreatives Potenzial hat der 33-Jährige jede Menge. Das wird er auch bei der Bemalung des Buswartehäuschens Gablenberg beim MUSE-O unter Beweis stellen.

Eigentlich ist Kosock Krankenpfleger, viele Jahre hat er in der Notaufnahme eines Krankenhauses gearbeitet. Nebenbei hat er, der nach den eigenen Worten „nicht still sitzen kann“ und lieber zeichnet und malt als Playstation zu spielen oder in die Disco zu gehen, seine Kunst weiterentwickelt und sich einen Namen gemacht, sodass er derzeit sogar hauptberuflich davon lebt. Unter anderem hat er „de Kunstschlacht“ ins Leben gerufen, ein Live-Painting-Event, bei dem zwei Künstler auf der Bühne gegeneinander antreten und das Publikum den Sieger wählt. Auch das Webdesign des „kleinsten fahrbaren TV-Studios der Welt“, mit dem Mercedes-Benz vor einigen Jahre Furore machte, hat er entworfen. Viele kennen ihn von dem Männchen, das am Brückenpfeiler zum Schlosspark zu sehen war. 

Seine Kunst bezeichnet er nicht als Graffiti, denn mit Schrift hat sie kaum zu tun. Er entwirft gerne neue Figuren und Welten, ähnlich einem modernen Brueghel. Der Entwurf, den wir zeigen, ist Grundlage für die Bemalung des Gablenberger Buswartehäuschens, eins zu eins umgesetzt wird er aber bestimmt nicht, denn während der Arbeit nimmt der Künstler Einflüsse aus der Umgebung auf.

Wie wir in unserer Novemberausgabe berichtet haben, hat sich MUSE-O beim Verfügungsbudget der Sozialen Stadt Gablenberg für die Verschönerung des Häuschens eingesetzt und dafür 1000 Euro zur Verfügung gestellt bekommen.