Wo gibt es das: Silberschmuck für fünf, zwei oder gar einen Euro? Hochwertige Schuhe um 50 Prozent reduziert, ähnlich satte Rabatte auf Kosmetika? Ein Besuch beim Schnäppchenmarkt in der Turnhalle der Grund- und Werkrealschule Gablenberg lohnt sich – das wissen die vielen Stammkunden der Gablenberger Einzelhändler. Auch Damenmode, Dekostoffe, Wohn- und Gartenaccessoires und mehr sind hier ausgesprochen günstig zu bekommen - wobei im Unterschied zum Ein-Euro-Shop durch die Bank Qualitätsware angeboten wird.

Die rund 300 Primeln, die die Gärtnerei Krämer dabei hatte, waren nach der Mittagszeit schon auf ein kleines Häufchen geschrumpft, ebenso die Keramik-Übertöpfe. Georg Krämer war froh darüber, schließlich wollte er nichts wieder zurück in den Laden tragen und hatte seine Rabatte entsprechend hoch angesetzt – zehn oder 20 Prozent seien da zu wenig, sagte er. Beim Ehepaar Fritz waren nicht nur günstige Schreibwaren und Geschenkpapier im österlichen Design zu haben, sondern auch Faschingszubehör und Spielwaren, sehr zur Freude von Emilia, die sich über eine Playmobil-Insel samt Pirat und Schatz freute. Die Dreijährige begann gleich, am Biertisch in der „Vesper-Ecke“ zu spielen. Hier bewirtete die Frauenfußballabteilung der Spvgg Stuttgart-Ost mit Maultaschen, Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen. Auch Monika Mayer machte nach ihrem ersten Durchgang durch die Halle eine Verschnaufpause. „Meine Freundin hat vier Paar Schuhe gekauft, und ihre Mutter auch eines“, berichtete sie. Sie selbst war an Çerez Feinkost nicht vorbeigekommen, probierte jetzt den Inhalt eines dort erstandenen Tütchens mit Süßigkeiten und unterhielt sich nebenbei mit Bekannten: „Es ist aber auch nett, wie viele Leute man hier trifft!“

Immer wieder stoßen auch neue Beschicker zur „Stammbelegschaft“, so dieses Mal „101 schöne Dinge“ aus der Gablenberger Hauptstraße. Zum dritten Mal waren „allaboutdreams“ mit Brautmoden und -Accessoires vertreten. Auch das recht spezielle Angebot sei beim Schnäppchenmarkt durchaus gefragt, sagte Detlef Kupfer, der den Stand betreute: „Wir machen Werbung auf Facebook und auf unserer Website, dann kommen auch Leute ganz gezielt.“

Der Ansturm war in diesem Jahr, bei der 25. Auflage des Schnäppchenmarktes, zwar spürbar geringer als teilweise in der Vergangenheit. Dennoch waren die Händler überwiegend zufrieden. „Heute war es ein bisschen ruhiger als sonst“, sagte Wolfgang Schäfer von Schuh Schäfer. „Aber wir haben schon verkauft“.