Flaschen, Kippen, Verpackungen und mehr

Am Ende standen 28 gefüllte blaue Müllsäcke auf dem Schulhof: Sie waren das Ergebnis der Putzaktion, die die Sechstklässler der Grund- und Werkrealschule Gablenberg im Klingenbachpark durchführten. An einem Montag vormittag – nach einem Wochenende mit Picknickwetter – hatten die Jugendlichen reichlich damit zu tun, das Aufzu sammeln, was andere hinterlassen haben.

Rund 20 Jungen und Mädchen schwärmten im oberen Klingenbachpark paarweise aus, ausgerüstet mit Handschuhen, blauen Säcken und Greifzangen zum Aufsammeln. Letztere hat die Schule mit finanzieller Unterstützung durch den Bezirksbeirat angeschafft, denn das Thema Müll soll keine Eintagsfliege sein, sondern immer wieder ins Bewusstsein möglichst aller Schulangehörigen rücken. Klassenlehrerin Alla Deringer und Schulsozialarbeiterin Christina Hornung wiesen den Grüppchen jeweils einen bestimmten Bereich zu, in dem sie dann Boden und Blumenbeete abgrasten.

Den größten Anteil am Müll hatten dabei eindeutig Lebensmittelverpackungen, von der Mini-Gummibärentüte bis hin zum Pizzakarton. Auch an Flaschen und Glasscherben fehlte es nicht. Rund um die Sitzbänke sammelten Nancy und Basma jede Menge Zigarettenkippen auf. „Wir haben sogar Spritzen gefunden, zwei Stück“, berichteten die Mädchen. Von Passanten bekamen die Schülerinnen und Schüler immer wieder Lob für ihr Engagement. Sie selbst sind durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Müll sensibler geworden. „Früher haben wir da nicht drauf geachtet“, bestätigte einer. Die Aktion war Teil des Projektes „Müll. Sorgen. Entsorgen“, das Deringers Sechstklässler im Fach BNT (Biologie-Naturphänomene-Technik) durchführen. In diesem Rahmen haben sie bereits die Kläranlage besucht, sich mit Unrat im Wasser auseinandergesetzt und eine Woche lang den Müll in der Schule gesammelt.

Die Hochrechnung ergab, dass  auf ein Schuljahr rund zwei Tonnen Abfall zusammenkommen – „erschreckend“, wie nicht nur die Klassenlehrerin findet. Wie jeder einzelne Müll vermeiden kann, ist ebenso Thema wie die  öffentliche Aktion im Park. Im Anschluss an diese haben die Jugendlichen im Park Plakate aufgehängt, die die gefüllten Müllsäcke zeigen und zu mehr Sauberkeit aufrufen.