Einige Hürden für den Martinimarkt

Draußen herrschte reger Fußgänger- und Ponykutschen verkehr, in den Geschäften war ebenfalls viel Betrieb. Und auch das Wetter hat dieses Jahr zum Martinimarkt gepasst, keine Sturmböen wie im Vorjahr und auch keine sommerlichen Temperaturen wie in der Vergangenheit manchmal, sondern ein angenehmer Herbsttag.

So war die Stimmung gut, auch wenn den Veranstaltern und dem Markt einige Steine in den Weg gelegt wurden. Da war zum einen die Sache mit der Beschilderung: Zwar hatte die beauftragte Firma wie bei vergangenen verkaufsoffenen Sonntagen Tempo-30-Schilder aufgestellt, doch nun reichten diese aus Sicht der Polizei nicht, weil ja die neuen 40er-Schilder dazwischen standen. Die müssten abgedeckt werden, bemängelten die Ordnungshüter und drohten mit Strafe, als es nicht schnell genug geschah, weil der Wind die übergestülpten blauen Plastiksäcke prompt wieder weg blies.

Und auch der Spielmannszug der Gesellschaft Zigeunerinsel Stuttgart durfte nicht so die Gablenberger Hauptstraße hin aufmarschieren wie geplant. Von der Stadt hatten die Organisatoren vom Handels und Gewerbeverein die Auskunft bekommen, dass dafür keine Genehmigung notwendig sei. Was sie glaubten, schließlich hat man in der Vergangenheit beim Maibaum stellen auch immer wieder Umzüge auf der Fahrbahn gehabt. Die Polizei sah allerdings auch das anders und der schwarz-gelbe Spielmannszug musste schließlich im Gänsemarsch musizierend an den Marktständen vorbei auf dem Gehweg nach oben ziehen. Die Musiker trugen es mit Humor und waren trotzdem gut gelaunt, ebenso wie das Baronen- und das Kinderbaronenpaar und der Büttel. Sie alle verdienen besonderen Dank: Sie waren die Helden des Tages!

Das Publikum auf dem Schmalzmarkt hatte viel Freude am abschließenden Auftritt und Konzert.