Als Marc Radatt im April 2018 seine Bäckerei mit kleinem Café in der Gablenberger Hauptstraße 114 eröffnete, hatte seine Tochter die Idee, sie „Schneckennudel“ zu nennen. Als ob sie eine Ahnung gehabt hätte, dass das aufgerollte Gebäckstück eine Art Maskottchen für den Papa werden würde. Das ist tatsächlich so, wobei Radatt eine ganz besondere Variante verkauft: Es ist das französische „pain au raisins“, aus Croissant-Teig, den Radatt dafür und für seine Croissants direkt aus Frankreich bezieht. Die Schneckennudeln, die zudem saftige Rosinen enthalten, sind deswegen butterzart. Dass sie und auch die Croissants wie ein Stück Heimat schmecken, haben schon einige Kundinnen und Kunden mit französischen Wurzeln bestätigt. Und auch Deutsche wissen ja bekanntlich französische Genüsse zu schätzen.

Tatsächlich hat Radatts Dankeschön-Aktion an die Kunden im vergangenen Jahr ein mächtiges Echo gefunden. Im Mai bot er, zur Feier des zweijährigen Bestehens, das Spiralgebäck zum Sonderpreis von einem Euro an. In der Folge hat sich der Absatz vervielfacht: Im Aktionsmonat stieg er von sonst rund 250 Schnecken auf 2000 verkaufte Stück. Mal ganz abgesehen von den begeisterten Rückmeldungen.

„Danke, Gablenberg!“, sagt Radatt und möchte sich auch revanchieren. Ab sofort gibt es in der Schneckennudel wieder Schneckennudeln für einen Euro, vorerst unbefristet. „Ich lass das jetzt einfach so“, sagt der Chef. Da bleibt nur eins: bon appétit!