Give-Box in GablenbergGeben und Nehmen

10 000 Gegenstände soll ein Durchschnittsbürger in Europa angeblich besitzen. Nur ein Bruchteil davon wird im täglichen Leben gebraucht. Ungenutztes an andere weiterzugeben, damit zu helfen und auch die Nachhaltigkeit zu fördern, das ist der Gedanke hinter der sogenannten R22;Give-BoxR20;, die Ende November vom Stadtteilbüro R22;Soziale Stadt GablenbergR20; am sogenannten R22;Gablenberger EckR20; eingeweiht wurde. R22;Die Idee lebt vom Mitmachen und von der MithilfeR20;, verlautet die angebrachte Tafel und heißt engagierte Menschen willkommen. Nicht erwünscht ist, defekte oder verdreckte Teile einzustellen sowie Dinge zum Weiterverkauf mitzunehmen.
R22;Wir haben erkennen müssen, die Herausforderung ist der UnterhaltR20;, räumte Tobias Rehder von der Schreinerinnung Stuttgart bei der Vorstellung der Initiative ein: Jemand müsse ein Auge darauf haben, dass die Box nicht mit Müll  gefüllt wird und in einem guten Zustand bleibt. In Gablenberg übernimmt diese Patenschaft David Hagemann vom benachbarten Unternehmen R22;Die SeniorenbegleiterR20; mit seinem Team. Auch Rainer Schünemann von KarinR17;s Presseecke wird sich um die Give-Box kümmern, R22;und Frau Strohmaier wohnt auch um die EckeR20;, merkte Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier bei der offiziellen Einweihung an. Ein Graffiti von Kindern von der Grund- und Werkrealschule Gablenberg soll dazu beitragen, dass Vandalismus ausbleibt.

Nach den ersten Wochen zieht Hagemann eine durchwachsene Bilanz. Er und seine Mitarbeiter machen täglich einmal Ordnung in der Give-Box, mehr Zeit können sie nicht investieren, auch wenn manchmal ein zweiter Durchgang nicht schaden würde. Die Mülleimer der Seniorenbegleiter haben sich mittlerweile als zu klein erwiesen, um alles, was eigentlich Unrat ist und nicht in das Tausch-Häuschen gehört, aufzunehmen. Das Stadtteilbüro versuche jetzt, eine Lösung für dieses Problem zu finden, berichtet Hagemann. Er sieht aber auch viel Positives. R22;Es gehen viele Menschen rein und man sieht einen Wechsel der SachenR20;, bestätigt er. Vor Weihnachten sei auch mal ein Päckchen Kaffee oder eine Kekspackung drin gewesen, einfach so gespendet von Bürgern, die anderen etwas Gutes tun wollten. Zudem habe er schon erlebt, dass Dinge, die aus seiner Sicht nahe am Müll waren R11; wie eine aufgerollte Matratze R11; doch mitgenommen wurden.
Die Stuttgarter Give-Boxen wurden von Jugendlichen im Rahmen des Programms R22;Wir ernten was wir säenR20; unter Anleitung von Lehrlingen des Schreinerhandwerks angefertigt. Die Schreinerei Guido Schmidt hat die Gablenberger Give-Box gespendet. Sie ist neben einem Exemplar im Bohnenviertel die zweite, die nun in Stuttgart aufgestellt ist; drei weitere sind noch verfügbar. 

svea/aia