Soziale Stadt Gablenberg will umziehen

Der Neubau an der Ecke Klingenstraße/Wagenburgstraße steuert auf die Fertigstellung zu. Gut 30 Wohnungen hat der Bau- und Wohnungsverein hier erstellt, einige davon sind bereits bezogen. Außerdem soll eine rund 120 Quadrat meter große Fläche im Erd geschoss als „Stadtteilräume“ dienen. Ein Verein, der sich um diese Räume kümmern wird, ist gerade in Gründung. Das Interesse sei groß, sagt Lisa Küchel vom Stadtteilbüro der Sozialen Stadt Gablenberg im Hinblick auf die rund zehn Gründungsmitglieder, zumal hinter den meisten von ihnen eine Gruppe stehe, die die Räume dann auch nutzen wolle.

Genau das will auch die Soziale Stadt Gablenberg tun. Derzeit hat sie ihr Büro für ihre Bürgersprechstunde und für Veranstaltungen in der Gablenberger Hauptstraße 33. Ein Umzug würde sich aus mehreren Gründen anbieten: Die aktuellen Räume seien eigentlich zu klein, so Küchel, sodass man bei größeren Veranstaltungen immer ausweichen müsse. Auch seien sie wegen der Stufen am Eingang und der Toiletten nicht barrierefrei. Das Team der „Sozialen Stadt Gablenberg“ und der Bürgertreff könnten sich zudem gegenseitig austauschen und beleben. Damit wären die neuen Räume in der Klingenstraße von Anfang an gut genutzt und die Kosten fürs jetzige Büro würden entfallen.

Soziale Stadt will umziehen

Allerdings ist die Soziale Stadt Gablenberg, die aus Mitteln des Sanierungsgebiets Gablenberg finanziert wird und immer auf zwei Jahre befristet ist, derzeit noch an den Mietvertrag in der Gablenberger Hauptstraße gebunden. Wie schnell der Umzug möglich ist, hängt davon ab, ob man ihn vorzeitig lösen könne, sagt Lisa Küchel. Interessenten für die Räume gibt es bereits, unter anderem Uhrmacher Günther Depner, der wiederum sein jetziges Ladengeschäft in der Gablenberger Hauptstraße 24 räumen muss. Wenn er in der Nummer 33 unterkommen könnte, wäre das für alle eine gute Lösung, meint Peter Metzler, der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg.

Derzeit sind im Sanierungsgebiet Gablenberg mehrere Projekte in der Schwebe: Für die geplante Umgestaltung der Bergstraße werden, nachdem Anregungen von Bürgern eingegangen sind, zwei weitere Varianten erarbeitet.

Auch der Entwurf für den Spielplatzes Berg-/Klingenstra ße wird noch einmal überarbeitet, weshalb sich der Baubeginn, eigentlich für diesen Herbst geplant, verschiebt. Je nach Wetterlage werde man aber noch 2019 oder Anfang 2020 zu bauen beginnen, so Küchel.

Noch Gelder übrig

Sie hat einen Tipp für alle Aktiven in Gablenberg, die eine Projektidee haben: „Es ist noch ein bisschen Geld im Ver fügungsfonds. Wer einen An trag stellen möchte, gerne!“. Unter welchen Voraus setzungen ein Projekt gefördert wer den kann, ist auf https:// www.soziale-stadt-gab l en berg. de/node/161 nachzulesen, dort kann man auch das An tragsformular herunterladen. Und einen Dezembertermin kündigt Lisa Küchel auch schon an: Am Montag, 16. Dezember wird das Stadtteilmanagement ab 19 Uhr auf dem Schmalzmarkt zu Stockbrot und Glühwein einladen – eine gute Gelegenheit auch für Menschen, die bisher noch keinen Kontakt zu dem Team hatten, mit ihm ins Gespräch zu kommen.