Umgestaltung Bergstraße und Kreuzungen

Schon seit über einem Jahr wird über die Umgestaltung von drei Kreuzungen in Gablenberg und dem mittleren Abschnitt der Bergstraße diskutiert. Bei einer Bürgerbeteiligungsrunde im Dezember konnten die Teilnehmer bewerten, welche von drei Varianten für den Bereich der Bergstraße beim Spielplatz ihnen am besten gefällt.

Eigentlich hätte der Umbau im Bereich der Grünanlage schon im Herbst 2019 beginnen sollen. Das hat sich aufgrund der vielen Rückmeldungen und Anregungen durch die Bürger verzögert. Sie würden allesamt geprüft, versichert das Team von der Sozialen Stadt Gablenberg, egal, ob sie an einem der Treffen oder unabhängig davon vorgebracht wurden.

Rund 40 Teilnehmer kamen im Dezember zum Beteiligungsabend ins Bürgerservicezentrum. Ihnen wurden drei Entwurfsvarianten für den mittleren Teil der Bergstraße vor gestellt: mal mit einseitigem Gehweg und Schrägoder Längsparkplätzen, mal mit beidseitigem Gehweg. Die Zahl der „offiziellen“ Parkplätze lag dabei zwischen 26 und 33; die der neu gepflanzten Bäume zwischen null und sieben. Die Anwohner machten darauf aufmerksam, dass sie auch Autos vor ihren Garagen abstellen. Das ist nur bei Längsparkplätzen möglich, weil sonst die Straßenbreite nicht reicht – dann sieht die Bilanz anders aus.

Unterm Strich sprachen sich die Anwesenden mehrheitlich für die Variante B aus, mit einer Fahrbahnbreite von 4,4 Metern und vier neuen Bäumen. Angeregt wurde, mehr Fahrradstellplätze und einen Standort für Carsharing vorzusehen. Ebenso waren die geplanten Sitzstufen zur Bergstraße hin Thema: Hier müsse für ausreichend Beleuchtung gesorgt werden, so eine Anmerkung. Die Meinungen in der Runde waren geteilt – es gab auch Stimmen, die in der gesamten Planung eigentlich keine wesentliche Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation sahen.

Bei den drei Kreuzungen, um die es geht (Klingen-/Libanonstraße, Libanon-/Bergstraße und Berg-/Pflasteräckerstraße), gilt: Gehwege werden nach vorne gezogen und vergrößert, der Straßenraum wird somit kleiner und enger. Davon versprechen sich die Planer, dass zum einen nicht mehr auf den Kreuzungen geparkt werden kann und zum anderen der Verkehr gebremst wird. Auf den Gehwegflächen werden so Sitzpoller und Fahrradstellplätze möglich.

Zebrastreifen gibt es allerdings nach neuem Verkehrsrecht in 30er-Zonen nicht mehr, lediglich bereits markierte Zebrastreifen haben Bestandsschutz. Das Planungsbüro ist nun da bei, die neuen Anmerkungen zu prüfen und eventuell einzuarbeiten, dann kommt der Entwurf in den Gemeinderat und den Bezirksbeirat.

Theoretisch könnte die Umsetzung Mitte dieses Jahres beginnen.