Corona ist noch nicht vorbei und damit leider auch noch nicht die Zeit der Absagen: Sowohl fürs Brunnenfest in Ostheim als auch für den Martinimarkt in Gablenberg steht nun fest, dass sie nicht stattfinden werden. Die Veranstalter bedauern das sehr, richten aber den Blick nach vorne, in der Hoffnung, dass im Jahr 2021 wieder Normalität einkehrt.

Ein Jahr ohne Brunnenfest, das konnte man sich beim Handels- und Gewerbeverein Stuttgart-Ost kaum vorstellen. Doch unter den aktuell vorgegebenen Bedingungen eine Hocketse zu veranstalten, wäre kaum möglich. Selbst wenn man ein entsprechendes Hygienekonzept umsetzen wür de, was bei einer offenen Feier schwer möglich ist, hätte das Fest einen komplett anderen Charakter. „Wir haben uns deshalb schweren Herzens zur Absage entschlossen“, erklärt der Vorsitzende des HGV Stuttgart-Ost, Thomas Rudolph.

In Gablenberg hatte man lange gehofft, dass wenigstens der Martinimarkt am 10. November stattfinden kann. Schließlich ist das Verbot von Großveranstaltungen momentan bis zum 31. Oktober befristet. Doch was danach gilt, ist derzeit noch nicht absehbar. Sollten auch im November ähnliche Auflagen gelten wie zurzeit, wäre der Markt nicht durchführbar, sagt Jürgen Wegst vom HGV Gablenberg. Bei den Beschickern an den Ständen könnte man die geforderten Abstände gewährleisten und auch die Daten aufnehmen. Aber bei den Besuchern? Das wäre bei diesem offenen Markt, der sich die ganze Gablenberger Hauptstraße entlangzieht, aussichtlos. Nun besteht zwar eine Chance, dass die Beschränkungen gelockert werden, auch wenn die aktuelle Entwicklung eher das Gegenteil befürchten lässt. Aber wann diese Entscheidung fällt, ist offen – und die Erfahrung sagt, dass während Corona überwiegend sehr kurzfristig entschieden wurde. So kurzfristig lässt sich aber kein Martinimarkt planen.

Vor diesem Hintergrund hat der HGV-Vorstand auch für diese Veranstaltung die Reißleine gezogen. „Wir beantragen jetzt unsere Termine fürs kommende Jahr“, sagt der Vorsitzende Peter Metzler. Die erste größere Veranstaltung wäre dann der Maimarkt Ende April.

Erfreulich ist, dass trotz aller Absagen immerhin das Drehorgeltreffen stattfinden kann.