„Mit schwerem Herzen muss ich bekanntgeben, dass meine Yogaschule ab sofort für ungewisse Zeit geschlossen ist“: Das schreibt Cornelia Busarello, die Mitglied im Handels- und Gewerbeverein Gablenberg ist, auf ihrer Website und an ihre Teilnehmer. Sie sei sich sicher, „dass ich irgendwann wieder Yoga unterrichten werde“. Wann und wo ist allerdings noch ungewiss.

Zum Jahresende hätte Cornelia Busarello ihr Studio ohnehin verlagern müssen, weil die Hebammenpraxis, in der sie Mit-Mieterin war, umzieht. Jetzt kam das coronabedingte Yoga-Verbot für den November hinzu und sie hat entschieden, den Schlussstrich gleich zu setzen. Denn zum einen ist sehr fraglich, ob die Vorschriften im Dezember gelockert werden. Zum anderen durften aufgrund der Abstandsgebote in den Räumen der Hebammenpraxis nur verkleinerte Gruppen zusammen Yoga machen – wirtschaftlich war das für Busarello ohnehin nicht.

Beim Yoga sei das Problem in der Pandemiezeit, dass es dem Sport zugeordnet wird, sagt sie, und der ist jetzt wieder komplett zurückgefahren. Wären die Yogalehrenden als gesundheitsrelevante Berufsgruppe eingeordnet, sähe das anders aus: Dann dürften sie mit entsprechendem Hygienekonzept weiterarbeiten. Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) fordert deshalb von der Politik, die Einstufung zu ändern. Schließlich werde Yoga von den Krankenkassen als Leistung zur Gesundheitsförderung und Prävention für die Versicherten bezuschusst, betont der Verband.

„Ich warte jetzt einfach ab, wie die Dinge sich entwickeln“, sagt Cornelia Busarello. Sie freut sich auf einen Neuanfang, sobald es sinnvoll ist und hofft, dann ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer wiederzutreffen.