Gegen Einsamkeit kann man etwas tun: Einkaufen zum Beispiel. Denn in den kleinen, familiären Geschäften in Gablenberg, Gaisburg und Ostheim bekommt man nicht nur fachkundige Beratung, hier ist auch immer Zeit für ein „Schwätzle“. Wie wichtig das ist, hat sich in der Zeit von Lockdown und Kontaktbeschränkungen besonders deutlich gezeigt. Neu ist es aber nicht, den Einzelhändlern ebenso wie den Handwerkern und Dienstleistern war die persönliche Ebene schon immer wichtig.

„Wir sprechen mit unseren Kundinnen und Kunden“, sagt Peter Metzler, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg. „Bei uns kann man sich auch übers Wetter unterhalten.“ Zum Sprechen gehört auch das Zuhören: ob durch die Blume oder unverblümt, ob mit Maske oder ohne – die Gewerbetreibenden haben ein offenes Ohr.. Davon abgesehen: Es gibt keinen ökologischeren, nachhaltigeren Einkauf als den vor Ort.

Wer genau hinschaut, wird in den Stadtteilen weitaus mehr Gewerbe finden als auf den ersten Blick vorhanden scheint. Das ging auch der Städtischen Wirtschaftsförderung so, als sie kürzlich eine Erhebung in der Gablenberger Hauptstraße durchführte und einigermaßen beeindruckt von dem war, was sie vorfand. Da gibt es Metzger, Konditor und Bäcker, Feinkostladen und Discounter, Fahrräder, Blumen, Pflanzen, Schmuck, Uhren, Schreib- und Bettwaren. Ein Optiker ist ebenso zu finden wie Fitness-, und Kosmetikstudios, ein Fotostudio oder eine Versicherungsagentur und Friseure. Und wer dann übers Erdgeschoss hinaus auf die oberen Etagen geht, trifft auf noch mehr, vom Yoga-Studio über Arzt- und Zahnarztpraxen oder Pflegedienste bis zum Rechtsanwalt. Auch das Handwerk ist in der Gablenberger Hauptstraße zu Hause, ob Sanitärbetrieb oder Maler, Raumausstatter, Bestatter oder Schuhmacher.

Ganz zu schweigen von den Gastronomen, die eine breite Spanne abdecken. Bei ihnen ist die gutbürgerliche und schwäbische Küche ebenso vertreten wie die italienische, griechische oder chinesische, das gehobene Restaurant ebenso wie der Balkan-Imbiss oder der Döner Kebap.

Deshalb: So schwer die vergangenen eineinhalb Jahre gewesen sein mögen, machen wir einen Haken dran und blicken wir nach vorne. Danke an alle, die den lokalen Gewerbetreibenden die Treue gehalten haben.

„Wir sind noch da“, ist die Botschaft der Gewerbetreiben den vor Ort. „Und wir freuen uns auf Sie!“