Erstklassige Produkte auf dem Markt

Der Gablenberger Markt am Mittwochvormittag ist zwar in den vergangenen Jahren geschrumpft, aber nach wie vorfindet man hier eine beeindruckende Auswahl an frischen Lebensmitteln. Hier gibt es unschlagbar frisches Gemüse, Obst in bester Qualität, aromatische Käsesorten, hochwertige Milchprodukte und ein feines Angebot an Wurst und Fleisch – und das alles ganz ohne Verpackungsmüll. Und neben einem nicht zu überbietenden Preis-Leistungsverhältnis bietet der Wochenmarkt auch noch eine freundliche, persönliche Atmosphäre.

Mittwochvormittag auf dem Schmalzmarkt: Eine Kundin, den Einkaufskorb bereits mit frischem Obst und Gemüse gefüllt, fragt am Wagen der Metzgerei Häfele nach Leberwurst. „Mit Kräutern oder mit Trüffel?“, fragt Verkäuferin Ursula Winkle zurück. Die Gablenbergerin entscheidet sich für Trüffel und schaut sich dann an, was die Fleischtheke zu bieten hat: Geflügel, Schwein, Lamm, Rindersteaks, Kalbfleisch. „Das hab ich alles dabei, ich schau schon, das sich gut sortiert bin“, sagt Winkle. Maultaschen, verschiedene Salate, frische Spätzle und mehr fürs schnelle Mittagessen gibt es auch – und seit der Geflügelstand nicht mehr kommt, bringt eben Häfele die Eier mit.

Renate Friebel verschwindet an Winkler’s Käsestand beinahe hinter den aufgetürmten Käsestapeln, vom Hirten- über den Sennerkäse bis hin zu „König Ludwig“ oder dem „Sanften Engel“. Mehr als 80 Käsesorten kann man hier bekommen, aber wichtiger als die Vielzahl sind die Qualität und das Aroma, bei denen kein eingeschweißtes Produktmithalten kann. Frische Butter, Quark, Joghurt und andere hochwertige Milchprodukte stehen ebenfalls bereit.

Bei der Gärtnerei Hönes beginnt schon bald wieder die Saison für eigene Produkte, Gurken und Salat werden demnächst den Anfang machen. Das eigene Sortiment - immer am Vortag frisch geschnitten – wird durch die Erzeugnisse anderer regionaler Bauern ergänzt. Ein Vorteil sei auch, dass nicht jeder die Sachen anfasse: „Wir bedienen die Kunden“, sagt Daniel Hönes‘ Verlobte Franziska Lehmann. Und im Winter, wenn es mit regionalen Erzeugnissen schlecht aussieht, bemüht sich das Paar um besondere, hochwertige Importe. „Wir haben zum Beispiel ein paar spezielle Sorten von Clementinen und Orangen, die es sonst fast nirgends gibt.“

Damit diese Einkaufsmöglichkeit auf dem Schmalzmarkt erhalten bleibt, müsste sie allerdings wieder stärker genutzt werden. Vielleicht beim großen Wocheneinkauf, denn die Qualität der Sachen ermöglicht problemlos, sie ein paar Tage zu lagern.