Gemeinderatsbeschluss zur Villa Berg

Schon seit Jahren wird über die Zukunft der Villa Berg mit ihrem Park diskutiert, seit fast 15 Jahren steht sie leer und verfällt immer weiter. Die Bürgerbeteiligung, bei der in einem moderierten Prozess viele Ideen und Anregungen eingebracht wurden, liegt schon über zwei Jahre zurück. Doch jetzt ist eine Ent scheidung gefallen: Der Gemeinderat hat sich für eine Sanierungsvariante entschieden. Er stimmte für die teuerste Variante der in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie; ihre Kosten für die Wiederherstellung des Architekturdenkmals und des englischen Parks werden auf rund 90 Millionen Euro geschätzt.

Läuft alles wie geplant, werden die Bürger in fünf Jahren ein „offenes Haus für Musik und mehr“ erhalten. Die ehemaligen SWR Fernsehstudios direkt hinter dem baulichen Kleinod sollen abgerissen werden.

Die Überlegung, in die einstigen Sendestudios ein Pflegeheim einzurichten, wurde verworfen. Vorgesehen ist aber ein dreigeschossiger Anbau an die Villa, in dem unter anderem eine ganztägige Gastronomie unterkommen soll. Die Villa soll unter dem Motto „Musik und mehr“ für Musikund andere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden – für namhafte Konzerte ebenso wie vom kleinen Stadtteilchor. Vorgesehen sind auch Proberäume für Bands, Werkstätten, Büros und eventuell Übernachtungsmöglichkeiten für Künstler.

Eine Tiefgaragensanierung ist geplant; ebenso werden die derzeit trockenen Brunnenanlagen im Park erneuert. Auch der Park selbst mit seinem schönen alten Baum bestand ist im Fokus.

Großes Lob für das Engagement der Bürgerschaft im Stuttgarter Osten gab es von Seiten der Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier. Sie betonte die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Verwaltung und war sich mit den Bezirksbeiräten einig, dass die Bürgerinnen und Bürger die Chance bekommen müssen, am künftigen Betriebs- und Nutzungskonzept mitzuarbeiten.