Viele Kinder haben Angst vor Bienen. Und manche haben die Chance hautnah zu erleben, dass die Insekten friedlich sind und leckeren Honig herstellen. Lehrerin Daniela Liva hofft, dass sie in den kommenden Wochen mit ihren Schülerinnen und Schülern noch Honig schleudern kann. Wegen der coronabedingten Schulschließung musste das Bienenprojekt an der Grund- und Werkrealschule Gablenberg einige Wochen lang ruhen.

Am Bienenstock im unteren Schulhof an der Pflasteräckerstraße herrscht reger Flug verkehr. Auch die Waben im Inneren sind gut gefüllt, weiß Daniela Liva, die regelmäßig nachschaut: Jetzt wäre die ideale Zeit, um Honig zu schleudern. Ein bisschen warten kann das aber noch. „Ich ziehe es raus bis zum Schluss“, sagt die Hobby- Imkerin. „Ein kleiner Funken Hoffnung ist noch da, dass im Juni nach Pfingsten die Kinder in die Schule kommen – das wäre toll“. Die Honig schleudern in der Schulküche stehen jedenfalls bereit. Für die Kinder ist es ein eindrucksvolles Erlebnis, den selbstgeschleuderten Honig zu verkosten und etwas mit nach Hause zu nehmen, wie überhaupt das ganze Projekt sehr motivierend sei: raus aus dem Klassenzimmer, den Jahreslauf erleben, „lernen direkt“.

Fasziniert von ihrem Bienenvolk zu Hause, hat Daniela Liva im vergangenen Jahr mit der fünften Klasse, in der sie Naturphänomene unterrichtete, das Thema praktisch aufgegriffen und einen Bienenstock aufgestellt. Gleichzeitig wurden auf einem der Hochbeete im Schulhof Wiesenblumen für die Insekten eingesät. Neben den „Fünfern“ haben auch Zweitklässler schon die emsigen Tiere besucht. Und die Lehrerin weiß, dass manche der Kinder in den vergangenen Wochen gern am Schulhof vorbeigegangen sind und zumindest mit Abstand den Bienen zugeschaut haben.