Im Therapeuticum Raphaelhaus, werden seit über 50 Jahren Menschen mit schweren Behinderungen betreut und gepflegt. Musik und Tanz gehören zum Lebensgefühl. Monatelang konnte die Rollstuhl-Tanzgruppe nicht stattfinden – bis zu dem Tag, an dem „Jerusalema“ getanzt wurde. Drei Stuttgarter Einrichtungen, die Wilde Bühne, das Therapeuticum Raphaelhaus und der TREFFPUNKT, Begegnungs- und Bildungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung, Caritasverband für Stuttgart haben inklusive Tänze und Clips für ein gemeinsames Video zusammengetragen.

„Jerusalema“ – das Lied des südafrikanischen DJs Master KG und der Sängerin Nomcebo Zikode wurde zum weltweiten Hit im Internet. „Dieser Text passt in eine Zeit, in der die Hoffnung auf Schutz auch in unserer Gesellschaft größer denn je ist“, erklärt Annette Faust-Mackensen vom Gesundheitsamt Stuttgart. Sie lud soziale Einrichtungen in Stuttgart ein, die physischen Beschränkungen zu überwinden um gemeinsam ein Online-Video zu gestalten. Für alle, die sich der weltweiten „Jerusalema“-Tanz-Challenge anschließen, ist die Choreografie viel mehr als ein Tanz. „Es ist die Aussicht auf schöne und bessere Zeiten und der Beweis, dass man sich auch in Krisen nicht unterkriegen lässt und weiter gehen soll,“ so Bernd Zabel vom Raphaelhaus. Der Tanz, bei dem die Abstandsregeln perfekt eingehalten werden können, spiegelt wider, wie wichtig es ist, trotz gewisser Einschränkungen das Lachen und die Freude nicht zu verlieren.

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal der Stadt Stuttgart https://youtu.be/h1HR2czjrb4  abrufbar.