Stellenweise herrschte ein wahres Gedrängel in der Gablenberger Hauptstraße. Der Martinimarkt am 13. November erfuhr Zulauf wie lange nicht. Zwar war’s kalt, aber trocken, und die Besucher nutzten die Gelegenheit, sich für den Winter und die Weihnachtszeit auszustaffieren. Auswahl hatte man reichlich: Rund 60 Marktstände und 30 Geschäfte waren dabei. Draußen fand sich Wärmendes für die kalte Jahreszeit und originelle Ideen, Leckeres aus der Naturküche und glitzernden Schmuck. Drinnen verzeichneten die Einzelhändler großes Interesse und regen Kundenbesuch. Das Rahmenprogramm kam bestens an, die charmante Gauklertochter Maria ebenso wie die Ponys, die kaum Pause hatten, und Pferdekutsche und Bimmelbahn, beide durchweg voll besetzt.

„Vielerlei, aber alles aus Afrika“ hatte Doris Bleeser dabei: Recycling-Sachen, Perlentiere, Tücher, Keramik und mehr – von ihr selbst in Südafrika und Simbabwe eingekauft. Pferdekalender von Gabriele Kärcher verkaufte sie zudem; auch deren Bilder sind in der ganzen Welt aufgenommen.

Die Ponys waren in flottem Schritt unterwegs. Eline durfte noch eine zweite Runde drehen, weil ihr Bruder verzichtete.

„Sie haben aber schwer zugenommen!“, scherzte ein Passant im Vorbeigehen. Lukas von Kirchbach machte Werbung für die Körpervermessung, die im Studio Bodystreet angeboten wurde.

Die Bimmelbahn machte entspannt auf dem Schmalzmarkt Halt.

„Die Gauklertochter“ überzeugte nicht nur auf dem Hochrad und mit Jonglier-Kegeln in der Hand, sondern auch mit ihrer Publikumsansprache. „Gibt es unter euch noch Helden? Dann sollen die sich bei mir melden“, forderte sie die Umstehenden zur Mithilfe auf. Und stieg zum Dank auf das Hochrad, mit den Worten: „Ich will es jetzt probieren und mein hübsches junges Leben für euch riskieren“.

Sie stricken, häkeln, nähen und filzen wie im Akkord und immer für den guten Zweck: die Frauen vom Untertürkheimer Handarbeitskreis.

Derya Yasar und ihre Mutter bereiteten am Stand von Cerez Gözleme zu. Die Fladenbrote aus Yufka-Teig schmeckten köstlich und wärmten den Bauch. Viele nutzten die Gelegenheit, zumal man beim Selbermachen mit dieser Speise eine Menge Arbeit hat.

Herbst kann sehr viel Spaß machen. Luis, der ausgelassen in einem Laubhaufen auf dem Schmalzmarkt tobt, hat das schon bemerkt.