Am 7. April standen die Menschen am Bettengeschäft Wegst den ganzen Vormittag lang Schlange, die ersten hatten sich schon eingefunden, bevor Jürgen Wegst um neun die Tür öffnete. Der Grund: An diesem Vormittag begann die Anmeldung zum großen Gablenberger Flohmarkt, der am 16. Juni stattfindet. Und da man wie immer persönlich vorbeikommen muss, um sich einen Standplatz zu sichern, wollten viele möglichst früh dran sein und sich ihren Lieblingsstandort reservieren.

Wobei der an ganz unterschiedlichen Stellen liegen kann. „Wir hätten gern die Ecke da oben“, sagte ein Ehepaar und zeigte auf Wegsts Plan auf eine Stelle am Schmalzmarkt. Der Organisator vom Handels- und Gewerbeverein markierte sie farbig, womit sie nun vergeben ist, und die beiden konnten den Zettel mit ihrer Standnummer gleich mitnehmen – er dient am Flohmarkttag als Orientierung, aber auch als Nachweis für die Ordner. Auch Bernhard Herp ergatterte einen Platz auf dem Schmalzmarkt, der insgesamt sehr beliebt ist: „Da geh ich immer hin.“ Die nächste Beschickerin suchte dagegen auf dem Plan nach ihrem Stammplatz im Schulhof an der Pflasteräckerstraße, am liebsten neben ihren Bekannten, die sich, wie Wegst heraus fand, tatsächlich auch schon angemeldet hatten.

Judith Suhleder war zwar schon öfter auf dem Flohmarkt, aber immer zum Einkaufen. Letztes Jahr „haben wir ein Dreirad für unseren Großen gekauft“, erzählte sie. Dieses Jahr will sie den Spieß umdrehen und selbst nicht mehr Benötigtes loswerden. Beate Markmeyer wünschte sich den angestammten Platz vor dem Son nenstudio und bekam ihn. „Wir haben uns zu dritt zusammen geschlossen und nehmen sechs Meter“, erzählte sie. Jede der Freundinnen bringe etwas mit, Kaffee, Sekt, Butterbrezeln, und jede könne sich auch mal von den anderen vertreten lassen und eine Runde drehen. Tanja und Götz Blum haben zwei, drei Jahre gesammelt, um wieder genug zum Verkaufen zusammen zu haben. Bei ihnen in Fellbach gebe es keinen Flohmarkt, sagten sie, aber der Gablenberger sei einfach auch besonders schön. Das fand auch Helgard Hauser: „Es ist eine ganz besondere Atmosphäre, für mich ist es der schönste Flohmarkt in Stuttgart.“ Die Anmeldung läuft, auch jetzt gibt es noch ausreichend attraktive Standplätze für sechs Euro pro laufendem Meter.

Sie sind privaten Beschickern vorbehalten, professionelle Heiß begehrte Standplätze Flohmarkt-Anmeldung läuft Händler sind nicht zugelassen. Telefonisch oder per E-Mail kann man sich nicht anmelden, bitte im Bettenhaus Wegst in der Gablenberger Hauptstraße 41 zu folgenden Zeiten vorbeikommen: montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Verkauft wird am Flohmarkttag von 8 bis 16 Uhr im Bereich des Schmalzmarktes, entlang der Gablenberger Hauptstraße bis zur Pflasteräckerstraße, im dortigen Schulhof und einigen Querstraßen. Der Aufbau ist morgens ab 7 Uhr möglich.