Martinisonntag lockte viele Besucher an

Wenn am Martinisonntag die Gehwege in Gablenberg eng werden, ist das ein gutes Zeichen: Die Marktbeschicker, die geöffneten Geschäfte, die Rettungshundestaffel und auch alle anderen freuten sich über den regen Betrieb am 10. November. Als echter Publikums renner erwiesen sich die schwäbischen Büchle von Peter Ruge, die der Autor selbst dem Handels- und Gewerbeverein Gablenberg gespendet hatte. Die Nachfrage nach ihnen war enorm. „Die waren ruckzuck weg“, berichten HGV-Mit glieder, bei denen die witzigen Bändchen zu bekommen waren.

Am verregneten Samstag davor machten sich die Veranstalter schon ein bisschen Wettersorgen, aber am Martinisonntag war das Wetter dann perfekt – nicht überall im Ländle, aber in Gablenberg. Die Sonne schien und gleichzeitig war es kalt genug, um immer mal wieder einen Abstecher in die Geschäfte zu machen. Auch der Gaisburger Marsch des DRK, der in dessen Feldküche köchelte, war bei diesen Bedingungen besonders gefragt. „Sehr lecker“, befand ein Kunde auf dem Schmalzmarkt und kaufte gleich noch eine Waffel dazu. Kinder wie Erwachsene freuten sich über die Vorführungen der Rettungshunde. „Wenn es geregnet hätte, könnten die Hunde nicht auf die Geräte, das wäre zu gefährlich“, sagte Gisela Becker von der Hundestaffel. So aber führten die Super-Nasen vor, wie sie über Leitern und wackelnde Bretter balancieren, durch Tunnel schlüpfen und vermisste Personen nicht nur finden, sondern auch nach einem bestimmten Muster anzeigen. Becker lobte aber auch die Zuschauer, die sich diszipliniert verhielten und hinter den aufgestellten Pylonen zurückblieben. „Das klappt wunderbar“, sagte sie. „Die Leute sind toll und die Stimmung hier auf diesem Plätzle auch.“ Im Anschluss wurden Spenden gesammelt, denn die Staffel arbeitet zwar ehrenamtlich und alle Hunde werden als Familienhunde privat unterhalten. Kosten hat sie aber natürlich trotzdem. Den Gesuchten beziehungsweise Geretteten und ihren Familien wird aber keine Rechnung gestellt. „Jeder Mensch, ob er Geld hat oder nicht, soll das gleiche Recht haben, dass seine Angehörigen gesucht werden“, so Becker.

Auf der Gablenberger Hauptstraße teilten sich Autos, Linienbus, Ponykutsche und Bimmelbahn friedlich die Fahrbahn. Und auf den Gehwegen gab’s viel Selbstgemachtes und Interessantes zu entdecken, von kulinarischen Leckereien über gestickte Weihnachtskarten bis hin zu Schmuck. In den Geschäften natürlich ebenso – wer sich traute, konnte sogar ein Training bei Bodystreet ausprobieren.