35 Drehorgelspieler und -spielerinnen freuen sich auf das Publikum in Gablenberg, das sich seinerseits auf einige klangvolle, unterhaltsame und ein wenig nostalgische Stunden freuen darf: Am Samstag, 17. Oktober, verwandelt das 2. Drehorgeltreffen die Gablenberger Hauptstraße in eine Musikmeile. Leierkastenmann Gerhard Lewert aus dem Stuttgarter Osten hat wie schon vor zwei Jahren zahlreiche Gleichgesinnte zusammengetrommelt.

Vom großen Hof der Gablenberger Schule bis zum Schmalzmarkt sind die Drehorgeln an elf Standorten, jeweils in Gruppen zu zwei bis drei Instrumenten, positioniert. Sie spielen ihr ganzes Repertoire hoch und runter, und das ist umfangreich, von volkstümlich über klassisch bis hin zur Moritat. Singen, schunkeln, klatschen – alles ist erlaubt, natürlich mit gebührendem Corona-Abstand. Wer sich einen Klappstuhl und vielleicht einen Schluck zu trinken mitbringt, kann sich auch gemütlich im Umfeld der Musizierenden niederlassen. So wird „Gerhards Kurbelorchester“, wie es vor zwei Jahren getauft wurde, heuer zum Klappstuhlkonzert.

Neben Lewert werden 23 Män ner und elf Frauen die Kurbel drehen, für sich alleine oder gemeinsam mit anderen Drehorgeln. Sie kommen aus der Region, aber auch aus Karlsruhe, Bad Wimpfen, Dinkelsbühl oder dem Allgäu. Ebenso reisen Spielerinnen und Spieler aus Hannover und Braunschweig an. Zu den Besonderheiten zählt eine Jahrmarktorgel, „eine 52er Bruder“, wie der Organisator erklärt. Solche Instrumente haben früher regelmäßig auf Jahrmärkten gespielt. Heute ist die Bruder fest auf einem Kleintransporter verbaut und auch auf Privatfeiern unterwegs. Los geht’s um 11 Uhr an allen elf Standorten parallel. Die Zuhörer und Zuhörerinnen dürfen sich bewegen und von einer Station zur nächsten wechseln. Der Abschluss im Freien findet ab 15.30 Uhr im Schulhof an der Pflaster äckerstraße statt: Dort werden alle Mitwirkenden mit ein paar Sätzen und einem kurzen Vorspiel präsentiert.

Doch damit ist der Tag der Kurbeln noch nicht zu Ende: Als Höhepunkt wartet das Konzert in der Petruskirche ab 19 Uhr. Elf Drehorgeln spielen dort auf, teils im Verbund, teils auch im Duett mit einer Blockflöte oder der Kirchenorgel, in deren Tasten Orgelbaumeister Kurt Fischer aus Bad Wimpfen greift. Gerhard Lewert verspricht in Erinnerung ans letzte Mal echtes Gänsehautfeeling. Aufgrund der Corona-Vorgaben ist dieses Mal leider der Zugang zur Kirche beschränkt und Eintrittskarten – 80 Stück sind zu haben – müssen vorab erworben werden. Sie kosten je zehn Euro, es gibt sie an folgenden Stellen: bei Schuh Schäfer in der Farrenstraße, im Sammler Eck Harnisch, bei Metzler Schönes Wohnen in der Gablenberger Hauptstraße und im Pfarrbüro der Petrusgemeinde.

Parallel zum großen Drehorgelevent haben die Geschäfte in der Gablenberger Hauptstraße bis 16 Uhr geöffnet.