Die Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Stuttgart (AgS) begeht den „Tag der Stadtgeschichte“ in diesem Jahr mit einer wirtschaftshistorischen Ausstellung im StadtPalais. Mit dabei ist MUSE-O: Der Museumsverein Stuttgart-Ost erinnert in seiner Vitrine mit bemerkenswerten Exponaten an die Ostheimer Textilfabrik Kübler. Geöffnet ist ab 15. Oktober.

Die AgS ist der Dachverband der Geschichtsvereine, -initiativen und -interessierten Stuttgarts. Alljährlich organisiert sie den Tag der Stadtgeschichte, bisher meist in Form einer Vortragsveranstaltung. Bei der 15. Auflage ist jetzt alles anders, denn in diesem Jahr gibt es stattdessen eine (corona-konforme) Ausstellung im StadtPalais. Als Thema hat sich der Verein ein bisher in der lokalhistorischen Forschung vernachlässigtes Feld herausgesucht: die Wirtschaftsgeschichte. Und so stellen 14 Gruppen je eine heute so nicht mehr bestehende Firma aus ihrem Bezirk vor. Die Spanne reicht von A wie die Assmann & Stockder (Lokomobilfabrik) aus Münster bis Z wie Zeiss Ikon (Kamerawerk) aus dem Stuttgarter Süden. Zu sehen sind jeweils markante Ausstellungs stücke und Bilder, ein sorgfältig recherchierter Text skizziert die Unternehmensgeschichte.

In der MUSE-O-Vitrine steht eine Hanna-Unterhose im Vordergrund, ein millionenfach verkauftes Produkt aus dem Hause Kübler, das einst Hunderten von Arbeiterinnen Lohn und Brot verschaffte. Eine Fotoserie zeigt den Arbeitsalltag um 1910 – eine Besonderheit, denn um diese Zeit wurde in Werkstätten und Büros üblicherweise nicht fotografiert.

Firmen. Geschichten. Stuttgart. Beispiele aus den Stadtbezirken. Eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte Stuttgart (AgS). StadtPalais, Konrad- Adenauer-Str. 2, 70173 Stuttgart. 15. Oktober 2020 bis 6. Januar 2021. Eintritt frei.