Selbstbefüllt ist besser: Das kann man bei Bettwaren mit Fug und Recht behaupten. Jürgen Wegst füllt alle Zudecken und Kissen, die Federn und Daunen enthalten, vor Ort bei Betten Wegst in der Gablenberger Hauptstraße. „Da weiß ich, was ich verkaufe“, sagt er, „und ich kann viel variabler reagieren, als wenn ich bloß fertige Produkte anbieten würde.“ Durch das Mischverhältnis zwischen Federn und Daunen und die Füllmenge kann er das Produkt ganz genau an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden oder der Kundin anpassen: Wie sind die Schlafgewohnheiten? Möchte die Person eher eine schwere oder eine leichte Decke, eher eine voluminöse oder eine kompakte? Friert sie im Bett leicht oder neigt sie eher zum Schwitzen? Welche Steppart ist gewünscht und welches Material für die Hülle? Soll die Decke nur saisonal oder das ganze Jahr über genutzt werden?

Ausgangspunkt ist immer das persönliche Gespräch im Geschäft, denn dabei ergäben sich oft unerwartete Aspekte, die keine Checkliste im Internet abdeckt, sagt Jürgen Wegst: „Ein Gespräch ist unschlagbar.“ Er geht auch bei der Herkunft seines Füllmaterials keine Kompromisse ein. „Seit einigen Jahren habe ich nur noch Federn und Daunen aus Deutschland“, versichert er. Denn nur so kann er davon ausgehen, dass bestimmte Standards fürs Tierwohl eingehalten werden. Das ist ihm aus ethischen Gründen wichtig, wirkt sich aber gleichzeitig auf die Qualität aus: „Nur wenn die Tiere draußen und am Wasser sein können, bilden sich Federn und Daunen mit all ihren guten Eigenschaften aus.“