Erinnerungen an einen Banküberfall

Dies ist der wohl prominenteste Schriftsteller, den dieMacher der Lesungsreihe „Text & Extra“ je ins MUSE-Oholen konnten: Der Schweizer Autor Alex Capus liest amMittwoch, 25. April. Überraschung: Es geht um einenBanküberfall in Gablenberg!

Nur selten tritt der 1961 geborene Capus öffentlich auf,schon gleich gar nicht außerhalb seiner Schweizer Heimat.Dabei gehört er zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern überhaupt. Ins MUSE-O hat er sich locken lassen, weil einer seiner frühen Romane – „Fast ein bißchen Frühling“ aus dem Jahre 2002– seinen Ausgang in Gablenberg nimmt. Und so beginnt die Geschichte: Ende des Jahres 1933 überfallen zwei junge Männer hier eine Bank und erschießen einen Angestellten. Auf der Flucht gelangen sie in die Schweiz. Und dort kommt die Liebe ins Spiel... Oft verwebt Capus in seinen Arbeiten wirkliche Ereignisse mit literarischer Fiktion, so auch hier.Den Raub in der Bankfiliale Gablenberger Hauptstraße 1 und die abenteuerliche Flucht nach Süden hat es tatsächlich gegeben; aber unter der Feder des Dichters wird eine kleines literarisches Meisterstück daraus.Der Historiker Ulrich Gohl bietet an diesem Abend das„Extra“: Mit Hilfe zeitgenössischer Tageszeitungen hat er die realen Abläufe, die keinen Eingang in den Roman gefunde nhaben, rekonstruiert. Er präsentiert sie in einem kleinen Beitrag.Nachdem Capus eine riesige Leserschaft und eine große Fangemeinde hat, ist mit ausverkauftem Haus zu rechnen. Die Veranstalter empfehlen Reservierung über die Homepage www.muse-o.de.

Alex Capus: Fast ein bißchen Frühling. Der Autor liest aus seinem Roman, mit einem historischen Beitrag von Ulrich Gohl. Eine Veranstaltung in der MUSE-O-Reihe „Text & Extra“.Mittwoch, 25. April, 19 Uhr, Eintritt: 12 Euro. MUSE-O, Gablenberger Hauptstraße 130, 70186 Stuttgart