Links der Fehldruck mit fehlender Inschrift.

Philatelisten entdecken Briefmarke mit Macke

Eine Briefmarke, die anders aussieht als die übrigen einer Druckauflage, gibt es eigentlich nicht. Aber manchmal eben doch. Menschliches oder technisches Versagen kann zu einem Druckfehler führen, der nicht gleich erkannt wird, wie in diesem kürzlich geschehenen Fall. Der ersten Tauschabend des Württembergischen Philatelistenvereins im neuen Jahr schien zu verlaufen wie schon zigmal zuvor; etwa ein Dutzend Sammler aus Stuttgart und Umgebung hatten sich im Haus MUSE-O in Stuttgart-Gablenberg versammelt, um einander ihre Schätze vorzustellen, zu tauschen  und zu diskutieren – scheinbar ohne besondere Vorkommnisse. Doch diesmal zeigte ein Kollege aus Sindelfingen seinem Tischnachbarn aus Ludwigsburg ein paar von ihm gekaufte Marken mit dem neu herausgegebenen heimischen Motiv „Klostergarten Sindelfingen“ der privaten BW Post.

„Da fehlt doch was“, meinte dieser nach einem kurzen Blick auf die Marken. „Kann nicht sein“, entgegnete der Sindelfinger „was soll da fehlen?“ Doch Sekunden später erkannte auch er, dass bei einem zusammenhängenden Markenpaar auf dem linken Exemplar die Inschrift „BW Post“ fehlte, während sie auf dem rechten korrekterweise drauf war. Das nennt man einen Fehldruck.

Der fehlende Aufdruck ist etwa so wie eine bundesdeutsche Postbriefmarke, auf der die Inschrift „Deutschland“ fehlt. Ob der Sindelfingen- Fehldruck eher als gewöhnliche Druckzufälligkeit zu bewerten ist oder als Rarität, wird sich zeigen, wenn sie von einem Versteigerungshaus angeboten werden sollte.

Bis auf Weiteres wird ein Markenpaar (jeweils mit und ohne Aufdruck „BW Post“) im Original und vergrößert bei den Tauschtreffs des WPhV in Stutt gart (jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19 Uhr) im MUSE-O, Gablenberger Hauptstraße 130, von Interessenten zu besichtigen sein.