Schwäbischer Grieche auf Reisen

Kulinarisch von Schwaben an die südeuropäische Mittelmeerküste reisen, mit dem einen oder anderen Abstecher gen Orient: Dazu lädt das Naturfreunde-Stadtheim Fuchsrain jetzt ein. Der neue Koch Yan Aggar bringt internationale Erfahrung und frische Ideen mit nach Gablenberg. Und Chef Kostas Triantafillidis ist von ihm überzeugt: R22;Mein Instinkt sagt mir, dass ich den Richtigen gefunden habe!R20;

Eigentlich wollte der Wirt, der im vergangenen Sommer das Naturfreunde-Stadtheim übernommen hat, Landsleuten aus dem gebeutelten Griechenland eine Chance geben. Dabei hat er gleich eine ganze Reihe von Enttäuschungen erlebt; seinen Ansprüchen genügte keiner dieser Köche. R22;Ich habe in sechs Monaten vier Mal gewechseltR20;, berichtet er. Das habe ihn auch Gäste gekostet. Einen guten Koch zu finden, das sei R22;wie ein Sechser im LottoR20;.
Umso mehr freut sich der Wirt, Yan Aggar getroffen zu haben. R22;Ich habe festgestellt, dass er kreativ ist und Ideen mitbringtR20;, sagt Triantafillidis. Der Franzose kocht auf einer soliden Grundlage: Gelernt hat er in seiner Heimat, gekocht R11; meist als Küchenchef R11; in Paris, in Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Italien. Auch ein mexikanisches Restaurant war dabei. Mit Spitzenkoch Daniel Huber hat er zusammengearbeitet und Erwähnung in Feinschmecker-Zeitschriften gefunden. Und natürlich hat er, seitdem er 1991 nach Reutlingen kam, auch die schwäbische Küche von der Pike auf kennengelernt.
Schwäbisch spielt auch im neuen Konzept, das die beiden gemeinsam umsetzen wollen, eine Rolle. Das gehöre einfach dazu, sagen sie, R22;schwäbische StandardsR20; werden deshalb auf der Karte nicht fehlen. Es könnte aber sein, dass sie hier und da ein mediterranes oder orientalisches i-Tüpfele bekommen. Die Dauer-Speisekarte soll nicht zu umfangreich sein, sondern durch Wochen- und Aktionskarten ergänzt werden, je nachdem, was die Saison und der Markt gerade hergeben. Denn eingekauft wird durchweg frisch, das gilt bei Kostas schon immer.

Die beiden möchten mit Geschmack überzeugen, dabei aber bodenständig bleiben. Einen Gourmet-Tempel wolle er aus dem Naturfreundehaus nicht machen, sagt Triantafillidis, das passe auch gar nicht dazu. Ihm schwebt gutbürgerliche, kreative Küche zu reellen Preisen vor. Darauf dürfen nicht nur Naturfreunde gespannt sein.