Seit Februar 2016 schreibt die DIN VDE 0100-420 vor, dass gewisse Örtlichkeiten wie Neubauten oder Altanlagen, bei denen Erweiterungen oder Veränderungen vorgenommen werden, mit  einem Brandschutzschalter ausgerüstet sein oder nachgerüstet werden müssen. Diese Vorschrift bezieht sich insbesondere auf Schlaf- oder Aufenthaltsräume, in denen sich Kinder oder pflegebedürftige Menschen aufhalten, sprich alle Kindertagesstätten sowie Seniorenheime oder betreutes Wohnen. In diesen Räumlichkeiten müssen alle Leitungen abgesichert werden.

Weiterhin beschreibt die Norm weitere Anwendungsgebiete, in denen ein Brandschutzschalter Vorschrift ist. Statistisch gesehen entstehen circa 30 Prozent aller Brände in Europa durch eine  fehlerhafte elektrische Gebäudeinstallation. Die häufigste aller Fehlerquellen sind Fehlerlichtbögen. Diese werden vom Brandschutzschalter AFDD (Arc Fault Detection Device) mittels Spannungs-  und Stromverlauf über eine bestimmte Zeit gemessen und anhand einer digitalen Signalverarbeitung ausgewertet. Zusätzlich ist in einem Brandschutzschalter auch ein  Sicherungsautomat (S-ARC1) verbaut. Dadurch schützt er sowohl vor Überlast als auch vor Kurzschluss, die maßgeblich für Fehlerlichtbogen verantwortlich sind.

Der AFDD mit integriertem Sicherungsautomat S-ARC1 schützt vor seriellen und parallelen Fehlerlichtbögen, die weder ein Fehlerstromschalter noch ein normaler Sicherungsautomat absichert.

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