Neulich hielt der Museumsvereins Stuttgart-Ost seine Jahreshauptversammlung ab, in der über die Jahre 2019 und 2020 berichtet und beraten wurde. Außerdem standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung.

Die sehr gut besuchte Versammlung fand im Theater La Lune statt, das ja seit 2021 das Erdgeschoss des MUSE-O Gebäudes bespielt. Mit einem blauen Auge, so betonte der Vorstand in seinen Berichten, sei man durch die Seuchenzeit gekommen. Sobald es möglich war, öffnete das Museum seine Pforten, hielt alle wechselnden Sicherheitsvorgaben akribisch ein. Mit einigen seiner Veranstaltungen ging der Verein außerdem ins Freie und organisierte eine Kulturreihe im Park der Villa Berg. Auch deswegen gingen die Besucher zahlen von 2019 auf 2020 nur um weniger als ein Drittel zurück – andere Häuser hatten einen weit dramatischeren Schwund zu beklagen. Dank der stabilen Förderung durch die Stadt und verringerten Ausgaben blieben auch die wirtschaftlichen Zahlen des Vereins gesund.

Kritik an der Arbeit der Vereinsführung gab es in der Versammlung keine, vielmehr reichlich Dank für die geleistete Arbeit in bewegten Zeiten. Fast der gesamte Vorstand kandidierte denn auch erneut für die Ehrenämter, außer Ursula Krause-Scheufler und Edeltraud Maier, die sich gesundheitshalber nicht wieder zur Verfügung stellten; ihnen galt der besondere Dank des Vereins. Als Beisitzer kandidierte neu Bernhard Herp. Unter der umsichtigen Leitung von Vereinsmitglied Ulrich Petri erbrachten die Wahlen ein nicht ganz unerwartetes Ergebnis: Alle Kandidierenden wurden einstimmig gewählt. Der Vorstand besteht also für die kommenden zwei Jahre aus dem Vorsitzenden Peter Metzler und dem Zweiten Vorsitzenden Ulrich Gohl, aus dem Kassierer Sebastiano Barresi und der Schriftführerin Renate Keppler. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Ulrich Austinat, Egmont Burkhardt, Alla Deringer, Heide Drüsedau, Michael Kunert und Winfried Linse, dazu kommt, wie erwähnt, Bernhard Herp.

Anschließend an den formalen Teil des Abends gab die Schauspielerin Annette Mayer einen halbstündigen Aus schnitt aus ihrem Solostück „Hanne Sommer oder die heilige Johanna der Einbauküche“ zum Besten – sehr zur Freude und Erheiterung der anwesenden Vereinsmitglieder.