Grade mal vier Tage vorher haben die Anwohner von den Bauarbeiten in der Gablenberger Hauptstraße erfahren, die am 22. Juni begonnen haben und voraussichtlich bis 3. Juli andauern werden. Zwischen Gebäude 86 und 104/108 wird der Fahrbahnbelag erneuert. Dafür wird zunächst die eine, dann die andere Fahrspur gesperrt. Der Verkehr aufwärts in Richtung Schmalzmarkt fließt auf der jeweils freien Fahrbahn, die Gegenrichtung wird über die Klingenstraße umgeleitet.

Teilweise sind die Grundstückszufahrten nicht nutzbar. Weiterhin fallen Parkplätze weg, nicht nur am Straßenrand oder vor dem Evangelischen Gemeindezentrum. Auch in der Klingenstraße vom Schmalzmarkt bis zur Libanonstraße gelten wegen der Umleitung Park- und Halteverbote, teils sogar beidseitig. Die Schilder dafür stehen bereits seit einiger Zeit, die Anwohner hatten sich schon gefragt, was es damit auf sich hat, als sie das Schreiben der Stadt noch nicht erhalten hatten.

Deren Vorgehen wirft noch andere Fragen auf. Seit Jahren wir die Umgestaltung der Gablenberger Hauptstraße diskutiert und im Zuge des Sanierungsgebietes versprochen. Ist es da wirklich nötig, jetzt für ein paar Jahre den Fahrbahnbelag zu erneuern? Ist dieser in so desolatem Zustand, dass die Neugestaltung nicht abgewartet werden kann? Oder wird diese vielleicht doch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben? Ebenso ist der Zeitpunkt für die Arbeiten unglücklich gewählt. Hätte man nicht bis zu den Sommerferien warten oder die Pfingstferien dafür nutzen können? Stattdessen wird gerade dann gebaut, wenn die Schule und das Geschäftsleben wieder anlaufen.