Am liebsten hätten die Macherinnen und Macher von „Gablenberg bewegt sich!“ den ganzen Stadtteil auf Trab gebracht. Gekommen sind beim ersten Bewegungstag in der Grund- und Werkrealschule dann aber vor allem Kinder und Jugendliche, denn wegen des nassen Wetters fand die Veranstaltung fast komplett im Inneren, in der Sporthalle der Schule, statt. Sie hatten bei den Angeboten der zwölf vertretenen Vereine und Einrichtungen jede Menge Spaß.

Organisiert wurde der „Bewegungs-Markt“ vom Stadtteilmanagement und von der Gablenberger Schule gemeinsam. Sie wollten alle Generationen, von den Kleinsten bis zu den Großeltern, zum Mitmachen animieren. Viele der aufgebauten Situationen und Geräte lockten schon an sich, so das kleine Fußballfeld oder die Torwand des Rugby Clubs, auf die nicht etwa frontal geschossen, sondern eher seitlich und nach hinten gezielt wurde. Bei diesem Sport, der in Deutschland erst langsam entdeckt wird, gilt es derzeit noch, Grundlagen zu vermitteln. „Wir zeigen den Kindern, wie man den Ball in die Hand nimmt und wirft“, sagte Jan Retzlaff. An den anderen Stationen wurden zum Beispiel Tennisbälle auf Schlägern balanciert, Handbälle gegen ein Trampolin gespielt oder die Körperspannung trainiert. Die „Kettlebells“, die Ernst Konnerth von der SKG Gablenberg dabei hatte, verlockten zum Ausprobieren. Die Gewichtskugeln mit Griff werden mit beiden Händen gefasst und dann mit Schwung bewegt: Das fühlt sich wie ein Spiel an, bringt aber doch nach einiger Zeit ordentlich aus der Puste. „Das ist Ausdauersport“, bestätigte Konnerth, der beim Bewegungstag „einfach mal was Neues“ vorstellen wollte. Kinder und Erwachsene hatten mit den „Hantel-Kugeln“ gleichermaßen ihren Spaß. Und auch beim TB Gaisburg, der eigentlich sein Sommerferien-Fitness-Programm für Erwachsene vorstellte, fanden junge Besucher Spaß – für energiegeladene Jungs packte Miriam Probst noch ein paar Liegestützen zu den Yoga-Übungen. Umgekehrt ließen sich beim Stand des Studio Inform auch Mütter vom Zumba für Kinder mitreißen – Johanna Krejci und ihre Mutter Rita waren extra gekommen, und genau dieses Angebot auszuprobieren.

Fotos: Ait Atmane