Die Saison 2019/2020 ist beendet – für den SV Gablenberg war sie mehr (Hinrunde) oder weniger (Rückrunde) bewegt. Nach den coronabezogenen Entscheidungen des Württembergischen Fußballbundes WFV (Abbruch der Saison/Quotientenregel/keine Absteiger/keine Relegationsspiele), war klar: Die erste Mannschaft des SV Gablenberg bekam trotz ihres zweiten Tabellenplatzes keine Aufstiegschance (Relegation) für die Bezirksliga. Das war natürlich eine Enttäuschung. Doch die fußballerische Leistung steht auch ohne Aufstieg für sich.

Der SV Gablenberg mit dem Spielertrainer-Team Thomas Christ, Patrick Weigl und Jochen Renner als Unterstützung beim Coachen ging mit der klaren Zielsetzung in die Saison, guten Fußball zu spie-len, die Weiterentwicklung der (jungen) Spieler zu fördern, sich als Mannschaft auf und neben dem Platz sportlich und fair zu präsentieren und schließlich den Aufstieg in die Bezirksliga zu realisieren. Die Mannschaft war nahezu unverändert zur Vorsaison und spielte eine sehr starke Hinrunde. Bis auf eine kurze Schwächephase war der SVG in den Spielen der Hinrunde eigentlich immer die spielbestimmende Mannschaft. Der zweitbeste Sturm der Liga mit 59 geschossenen Toren und mit 23 Gegentoren die mit Abstand beste Abwehr der Liga – das sind zwei Kennzahlen für eine erfolgreiche Saison und den anvisierten „guten Fußball“! Aber auch die Weiterentwicklung der jungen Spieler wurde konsequent umgesetzt, der SV Gablenberg hatte die mit Abstand jüngste Mannschaft im Wettbewerb, an manchen Spieltagen hatte die Startelf ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren. Hier profitiert der SVG von seiner guten Jugendarbeit der letzten Jahre und dem Willen des Vereins, diesen jungen Spielern viel Spielzeit zu geben, auch wenn dadurch vielleicht der ein oder andere Punkt wegen fehlender Cleverness verloren ging.

Die richtige Mischung aus vielen jungen Spielern, aber auch ein paar wenigen und dafür umso wichtigeren Routiniers war wichtig. Von der Erfahrung der Routiniers haben die jungen Spieler sehr profitieren können.

Auch wenn jetzt durch den Abbruch der Ligasaison mit den oben beschriebenen Bedingungen das „Happy-end“, der Aufstieg in die Be zirksliga, nicht erreicht werden konnte: Der SVG ist stolz auf seine „Erste“ und davon überzeugt, dass die Zielsetzungen richtig sind und waren und früher oder später auch mit einem Aufstieg belohnt werden. Zu verdanken ist das den Spielern mit ihrer enormen Trainingsbeteiligung und dem gesamten Trainerteam, die sowohl auf aber auch neben dem Platz ein bemerkenswertes Engagement gezeigt haben.

Thomas Christ wird in der neuen Saison seine Rolle als Spielertrainer der Ersten Mann schaft leider nicht mehr wahrnehmen können. Seine neue Funktion als sportlicher Leiter des FSV Waldebene Ost, eine Trainertätigkeit bei einer U17-Verbandsligamannschaft und Trainer beim WFV (Stützpunkt und U16-Auswahl) lassen das zeitlich nicht mehr zu. Seine drei Jahre Coach bei der SVG-U19 und zwei Jahre Spielertrainer der „Ersten“ waren für den SVG enorm wichtig.

Der Waldebene Ost, genauer dem FSV Waldebene Ost, bleibt Thomas erhalten und wird hier als sportlicher Leiter sein Fachwissen und Engagement einbringen.

Zweiter beim Bezirkspokal

Anders als die Ligarunde hat der WFV seine Pokalwettbewerbe nicht ausgesetzt, sondern fortgeführt. Der SVG verpasste im Finale des Bezirkspokals um Haaresbreite die Überraschung gegen den Bezirksligisten Spvgg Feuerbach. Der Spielverlauf im End spiel vor rund 500 Zuschauern beim TSV Plattenhardt war an Dramatik nicht zu überbieten … 0:1, 1:1, 2:1, 2:2 (90. Minute), Verlängerung torlos, Elfmeterschießen erst mit dem letzten Elfer zugunsten von Feuerbach verloren.

Auch in dem Spiel hat die Mannschaft vor allem in der zweiten Hälfte gezeigt, dass sie durchaus in der Bezirksliga mitspielen kann. Fazit: zwei Mal Zweiter in Liga und Pokal – aber alle gesetzten Ziele erreicht. An dieser Stelle wird der Verein anknüpfen und hofft auf eine gute neue, „shutdown-freie“ Saison.