Wenn Ende April/Anfang Mai die Mauersegler unterm Dach des Alten Schulhauses Gablenberg Quartier beziehen, ist alles picobello gerichtet. Dann hat Rolf Kayser vom Museumsverein Stuttgart-Ost die insgesamt 18 Nistkästen der Beobachtungsstation im MUSE-O sorgfältig gesäubert und von Parasiten befreit. Auch wenn Corona immer noch viele Lebensbereiche lähmt, die Langstreckenzieher hindert die Pandemie nicht daran, rechtzeitig zum Brüten aus ihrem Winterdomizil in Afrika gen Norden aufzubrechen.

Eine Woche bis zehn Tage nach Ankunft des jeweiligen Mauersegler-Pärchens legt das Weibchen im Normalfall zwei Eier. Etwa 20 Tage später schlüpfen die Jungvögel. Rolf Kayser hofft, ab 16. Juni bis Ende Juli wieder das beliebte Live-Streaming per Beamer aus dem ornithologische „Mehrfamilienhaus“ anbieten zu können. Interessierte Besucher erwartet dann immer mittwochs um 19 Uhr eine Piep-Show mit dem geschlüpften Nachwuchs aus den Mauersegler-Brutboxen.

Der Vogel-Experte hat für das „Mauersegler-Kino“ Minikameras in einigen Nistboxen installiert, mit denen das muntere Treiben des gefiederte Nachwuchses in der Kinderstube unterm Dach des Alten Schulhauses auf eine Leinwand übertragen wird. Dazu gibt es viel Wissenswertes über die Flugkünstler aus dem reichen Erfahrungsschatz des Mauersegler-Kenners. Wer einen verletzten Mauersegler findet, kann sich an Rolf Kayser wenden.