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Verheißungsvolles LON-Programm

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Sechs Vorschläge für den Osten

Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt und damit entschieden, ....

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Arbeiterfußball - eine fast vergessene Geschichte

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Kein Parken an der Kreuzung

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Feuer, Wasser, Luft & Erde

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Traum vom neuen Stadtviertel

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: Aus der RegionVeröffentlicht: Freitag, 14. June 2019 07:30Geschrieben von Ait Atmane
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Entwürfe für die Stadt am Neckar

Von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung kann der Weg weit sein und bei einem Großprojekt mit Verlegung der B10 und Schaffung eines neuen Stadtviertels wird er das auch. Doch zum Visionenschmieden ist die Voruntersuchung fürs Areal beim Gaskessel, die das Büro Engelsmann und Peters im Bezirksbeirat vorstellten, bestens geeignet.

Stuttgart näher an den Neckar rücken und ein neues Viertel für Wohnen und Gewerbe schaffen, das könnte auf dem Areal zwischen dem Gaskessel und dem Leuze-Bad Realität werden. Die Flächen gehören der EnBW, die sie nicht mehr alle braucht schon mit der räumlichen Verkleinerung des Kraftwerks, das von Kohle auf Gas umgestellt hat, wurde Platz frei. Weitere Grundstücke könnten mittelfristig dazukommen. Man führe Gespräche mit der EnBW, erklärten die Planer im Bezirksbeirat, aber Ergebnis liege noch keines vor.

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Sechs Vorschläge für den Osten

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Mittwoch, 12. June 2019 08:00Geschrieben von Ait Atmane
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Bürgerhaushalt 2019

Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt und damit entschieden, welche Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt von der Verwaltung näher geprüft werden. Insgesamt werden 130 Projekte genauer angeschaut: zum einen die 100, die am häufigsten mit „gut“ bewertet wurden, hinzu kommen die beiden meistgenannten Vorschläge aus jedem Stadtbezirk. Wenn die Verwaltung geprüft hat, wird der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen über die Vorschläge beraten und beschließen.

Unter den „Top 130“ ist sind sechs Projekte, die explizit dem Stuttgarter Osten zugeordnet sind. Wir führen sie kurz auf, mit der ausführlichen Begründung und Kommentaren können sie im Internet nachgelesen werden unter www.buergerhaushaltstuttgart.de/ergebnis/top_130. Dort kann man den Stadtbezirk angeben und bekommt dann die entsprechende Auswahl an Vorschlägen.

Platz 12: Erweiterung der Schulmensa des Wagenburg- Gymnasiums. Das Wagenburg- Gymnasium brauche dringend eine größere Mensa, die den Kindern und Jugendlichen ein gesundes Mittagessen bietet. Die derzeit 54 Plätze seien zu wenig, der Platz in der Küche und an der Ausgabestelle zu knapp. Deshalb vergehe oft die Mittagspause mit Schlange stehen, viele Schülerinnen und Schüler behälfen sich auch mit teuren und weniger gesunden Alternativen. Der Vorschlag regt einen Neubau mit neuen Räumen im rückwärtigen Schulhof an.

Platz 37: Die Abendöffnungszeiten für Bäder, unter anderem für das Leo-Vetter-Bad, soll erhalten werden.

Platz 55: Mehr Radwege schaffen, sodass man besser durch die Stadt kommt, zum Beispiel von Stuttgart-Ost nach Zuffenhausen. Derzeit müssten Radfahrer oft auf Gehwege ausweichen. Mehr Radverkehr würde helfen, den Feinstaub zu reduzieren.

Platz 87: Villa Berg sanieren. Trotz einer groß angelegten Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Villa Berg, die vor mehr als zwei Jahren mit einem eindeutigen Votum der Bürger zu Ende ging, wurde bis heute kein Beschluss zur Sanierung gefasst. Dieses „historisch unglaublich bedeutende“ Gebäude müsse jetzt saniert und den Bürgern wieder zugänglich ge macht werden!

Platz 92: Entlang der Landhausstraße zwischen Raitelsbergstraße und Ostendplatz sei reichlich Platz für die Pflanzung von Bäumen. Hier müssten nicht einmal Parkplätze entfallen, weil dort keine sind. Das würde gerade im Sommer für eine angenehmere Aufenthaltsqualität sorgen und Feinstaub aufnehmen.

Platz 94: Leo-Vetter-Bad nicht schließen. Auch viele wei tere Vorschläge in den Top 130 beziehen sich auf das neue Bäderkonzept und appellieren, die Öffnungszeiten und Nutzungsmöglichkeiten der Bäder nicht zu verringern.

Auch bei zahlreichen Vorschlägen für Gesamt-Stuttgart, die in den Top 130 gelandet sind, ist der Osten natürlich mitbetroffen. Viele davon betreffen die Preise und das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel, die Öffnungszeiten der Bäder, Radwege oder Sau berkeit und Müll in der Stadt. Auf Platz eins aller Vorschläge mit 4445 Gut-Bewertungen landete übrigens die Neckarwelle, die bereits beim Bürgerhaushalt 2017 ziemlich weit vorne war und mit einer Machbarkeitsstudie geprüft wurde. Sie müsse jetzt umgesetzt werden, damit es 2020 heiße: „Stuttgart surft!“, fordern die Vorstände des Vereins Neckarwelle, die den Vorschlag eingestellt hatten.

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Kein Parken an der Kreuzung

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Samstag, 01. June 2019 09:00Geschrieben von Ait Atmane
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Neugestaltung von Kreuzungen in Gablenberg

Bei einer Begehung mit Bürgern im Herbst nahm das Stadtplanungsamt zusammen mit Anwohnern verschiedene Kreuzungsbereiche in Gablenberg (Klingen-/ Libanonstraße, Klingen-/Bergstraße und Berg-/ Pflasteräckerstraße) und die Bergstraße in den Blick. Ein häufig genanntes Problem waren zugeparkte Kreuzungen, an denen Fußgänger kaum noch queren können. Das Ingenieurbüro Heinrich versucht mit seinem Entwurf, dem entgegenzusteuern. Er wurde im April im Bürgerservicezentrum vorgestellt und könnte – sofern der Gemeinderat zustimmt – im kommenden Jahr umgesetzt werden.

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Kandidieren für den Osten

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Samstag, 11. May 2019 08:37Geschrieben von Ait Atmane
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Am 26. Mai ist Kommunalwahl. Wir stellen Gemein de ratskandidaten und -kandidatinnen aus dem Stuttgarter Osten vor, allerdings nur von denjenigen Parteien und Grup pierungen, die es 2014 ins Gremium geschafft haben. Spätere Abspaltungen werden nicht berücksichtigt. Aus Platz gründen können wir leider nur bei den vorderen Listenplätzen ein Foto abdrucken. Die Reihenfolge richtet sich nach der derzeitigen Zahl der Sitze im Gemeinderat.

Nutzen Sie am 26. Mai Ihr demokratisches Recht und gehen Sie wählen! Nicht-Wähler schwächen die Demokratie.

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Hohe Strafen

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Samstag, 20. April 2019 08:00Geschrieben von Ait Atmane
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Wilde Müllberge werden höher bestraft

„Müllsünden“ werden teuer

Eine Zigarettenkippe wegwerfen, eine zerdepperte Flasche oder die Hinterlassenschaften des Hundes einfach liegen lassen: Das kann teuer werden, in Zukunft sogar noch deutlich teurer als bisher. Anfang Dezember hat das Land seinen neuen Bußgeldkatalog für Umweltverstöße herausgegeben. Die Strafen für „Müllsünden“ wurden drastisch erhöht.

Hier ein paar Beispiele für neue Bußgelder, die gelten, wenn Unrat weggeworfen, liegen gelassen oder wild deponiert wird:

  • Hausmüll in geringer Menge, zum Beispiel Bananenschale, Zigarettenschachtel, Zigarettenkippe, Papier, Kaugummi, Lebensmittelreste: 50 bis 250 Euro (bisher maximal 25 Euro)
  • kaputte Glasflasche oder andere scharfkantige Gegenstände: bis zu 800 Euro (bisher maximal 100 Euro)
  • Hundekot: bis zu 250 Euro
  • einzelne Sperrmüll-Objekte wie Kinderwagen: 100 bis 500 Euro
  • größere Sperrmüll-Objekte wie Ofen, Matratze: 200 bis 800 Euro.

Das Land hofft mit diesen Strafen, die den lokalen Behörden einen Rahmen vorgeben, Müllsünder abzuschrecken. Sie gelten auch in Stuttgart und geben der Stadt vielleicht Rückenwind bei ihrer Sauberkeitsoffensive. Zehn Millionen Euro will sie investieren, unter anderem für zusätzliche Reinigungskräfte und -fahrzeuge und für zusätzliche Müllbehälter. Auch eine Werbekampagne für mehr Sauberkeit ist geplant. Denn wenn die Menschen nicht umdenken, nützen alle Strafen nichts: Bewusstsein und Zivilcourage sind gefragt. In diesem Sinn finden immer wieder Müllsammelaktionen, von „Let’s putz“ bis hin zu kleineren Initiativen statt. Kürzlich hatte die SPD Ost unter dem Titel „Who kehrs?“ zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen.

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100 Jahre Frauenwahlrecht

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: AktionVeröffentlicht: Samstag, 06. April 2019 12:17Geschrieben von Ait Atmane
Zugriffe: 118

Kinoabend im Weltladen

Seit 100 Jahren gibt es in Deutschland das Frauenwahlrecht. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt der Weltladen einen warmherzigen und klugen Film aus dem Jahr 2017 über die Einführung des Frauenwahl rechts in der Schweiz im Jahr 1971 als einem der letzten europäischen Länder. Dazu sind alle Interessierten am Samstag, 13. April um 19.30 Uhr eingeladen, Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Weltladen Gablenberg, Gablenberger Hauptstraße 104, Telefon 0711-46906085

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Kreuzung in der Bergstraße

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: EventVeröffentlicht: Freitag, 29. March 2019 16:49Geschrieben von Ait Atmane
Zugriffe: 827

Bürger können mitreden

Am Donnerstag, 4. April um 18 Uhr wird im Bürgersaal des Bezirksrathauses (3. OG) ein Vorentwurf für die Kreuzungs bereiche der Berg-/ Pflas teräckerstraße sowie der Berg-/Libanon-/Klingenstraße vorgestellt. Diese Kreuzungen werden als überdimensioniert, unübersichtlich und vor allem für Schulkinder als gefährlich eingestuft. Auch das häufige Parken in zweiter Reihe erschwert die Querung. Darüber hinaus wünschten sich die Bürger mehr Grün in der Klingenstraße, heißt es beim Stadtplanungsamt und dem Stadtteilmanagement, die zu dem Abend einladen. Zur Erörterung hat bereits am 25. Oktober eine öffentliche Begehung stattgefunden.

Damals nahm das beauftragte Planungsbüro Dr.-Ing. Heinrich die Hinweise der Anwohner und Interessierten auf. Der daraus entstandene Entwurf wird jetzt vorgestellt, anschließend besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

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Leserbrief: Neu erwacht aus seinem Schlaf ist das ehemalige SSB-Depot

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Sonntag, 10. March 2019 07:30Geschrieben von Tatjana Strohmaier
Zugriffe: 255

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde unseres Stadtbezirks,

so langsam stellt sich der Frühling ein. Und so wie die Natur neu zu erwachen scheint, erwacht auch der Stuttgart Osten. Neu erwacht aus seinem Schlaf ist das ehemalige SSB-Depot am Ostendplatz nach 20 Monaten Bauzeit. Ende Januar übergab die Stuttgarter Straßenbahnen AG das fertig umgebaute ehemalige Straßenbahndepot in der Landhausstraße 188/1 am Ostendplatz an die Landeshauptstadt Stuttgart und die künftigen Nutzer. Eine Kindertagesstätte für 5 Gruppen mit Familienzentrum, eine Filiale der städtischen Musikschule inklusive Konzertsaal mit 74 Plätzen und das Jugendhaus Stuttgart-Ost können nun einziehen.

An das Gebäude wurden ein Fahrstuhl, ein Treppenhaus und eine Fluchttreppe angefügt. Alle drei Nutzungseinheiten haben einen eigenen Eingangsbereich, werden aber jeweils durch den Aufzug barrierefrei erschlossen.

Die bereits im Gebäude befindlichen Einrichtungen wie die Fahrbücherei, Werkstätten und eine Probebühne des Alten Schauspielhauses, eine weitere Probebühne und ein Gemeinwesenzentrum werden weiter im Gebäude bleiben. Weniger Erfreuliches passiert im angrenzenden Leo-Vetter-Bad. Die Öffnungszeiten des Bades sollen deutlich reduziert werden. Der Bäderentwicklungsplan sieht das vor und wurde in der letzten Sitzung des Bezirksbeirates eingebracht. 30 Prozent Kürzungen der Öffnungszeit im Winter. Im Sommer soll das Bad komplett für die Öffentlichkeit geschlossen sein. Obsolet wird da der erst neulich sanierte Außenbereich mit Liegewiese und Spielplatz. Natürlich bewegt das Thema viele Menschen und so kamen viele Bürger zu der Sitzung des Bezirksbeirates. Durchgängig war Unmut zu hören, dass man den Ostheimern ihr Bad wegnimmt. Ungeklärt bleibt die Frage der städtischen Schwimmkurse wie Babyschwimmen. Wie sollen die auch stattfinden, wenn das Bad geschlossen bleibt? Umso erfreulicher ist das einstimmige Votum des Bezirksbeirates gegen die Schließung. Selten habe ich als Bezirksvorsteherin Themen im Bezirks beirat behandelt, die so einvernehmlich diskutiert wurden. Damit senden wir ein deutliches Zeichen an den Gemeinderat und die Stadt, den Schließungsplan erneut zu überarbeiten. Auch in der nächsten Sitzung wird sich der Bezirksberat mit dem Thema befassen und für das Leo kämpfen.

Ihre Tatjana Strohmaier,
Bezirksvorsteherin

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Südkorea zu Gast

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Freitag, 22. February 2019 07:33Geschrieben von Ait Atmane
Zugriffe: 149

Filmteam interessiert sich für Handwerkstradition

Was sucht das südkoreanische Staatsfernsehen in Stuttgart- Gablenberg? Und welche Antworten findet es bei Metzler Schönes Wohnen? Davon kann Familie Metzler eine Geschichte erzählen, denn im November haben die Filmleute aus Asien ihren Handwerksbetrieb besucht und einen Tag lang gefilmt. Das Material floss in eine Dokumentation über mittelständische Unternehmen und Strukturen in Europa ein, die mittlerweile in Südkorea ausgestrahlt wurde.

Einen Zusammenschnitt der Stuttgarter Episode kann man auf der Facebook-Seite von Metzler Schönes Wohnen sehen – stark gekürzt auf knapp zwei Minuten, aber dennoch eindrucksvoll: Es ist schon kurios, die vertrauten Geschäftsräume mit koreanischen Schriftzeichen beschriftet zu sehen und Metzlers im O-Ton zwischen den asiatischen Reportern zu hören.

Insgesamt umfasst die gedrehte Doku in zwei Folgen mehr als eineinhalb Stunden. Das Filmteam hat dafür Italien, Frankreich und Deutschland besucht. Es ging den mittelständischen Strukturen nach, die auch für die deutsche Wirtschaft typisch sind und gerade in Krisenzeiten stabilisierend wirken. Auch das Genossenschaftswesen war ein zentrales Thema.

Südkorea selbst hat ganz andere Strukturen: Es hat in den 60er-Jahren als einer der sogenannten „Tigerstaaten“ ein gewaltiges Wirtschaftswachstum erlebt und sich vom armen Agrarstaat zum Hochtechnologie-Land entwickelt. Heute zählt es zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt, mit Unternehmen wie LG, Samsung oder Hyundai und einem Schwerpunkt auf der Batterieproduktion für die E-Mobilität. Auch die Akademikerquote ist eine der höchsten weltweit. Doch das Land hat die Erfahrung gemacht, dass internationale Wirtschaftskrisen seiner stark von einzelnen Großkonzernen abhängigen Wirtschaft zusetzen. „Monopolartige Industrien sind anfällig gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen“, sagt Mathias Metzler und stellt dem das Genossenschaftsmodell als leistungsstarken Zusammenschluss vieler kleiner, eigenständiger Betriebe gegenüber.

Genau da lag auch das In teresse der Filmleute. Sie sprachen zunächst beim badenwürttembergischen Genossenschafts verband vor, der die „Südbund eG“, den Zusammenschluss von rund 580 Betrieben der Raumausstatterbranche, als beispielhaft aussuchte. Das südkoreanische Filmteam war in deren Zentrale in Backnang zu Gast und wollte darüber hinaus Mitgliedsbetriebe kennenlernen. Die Wahl fiel auf Metzler Schönes Wohnen als ein Familienbetrieb mit Tra di tion, auch in der Genos sen schaft: „Wir sind schon seit 1936 Mitglied“, sagt Mathias Metzler. Bei einem zweiten Betrieb in Heidelberg kam es nicht bis zum Dreh, weil die Südkoreaner auf der Anfahrt im Stau zu viel Zeit verloren.

So hatten Metzlers einen spannenden Tag mit ihren Gästen, die sich wider Erwarten garnicht für touristische Highlights oder weltbekannte Unter nehmen wie Daimler und Porsche interessierten. „Die hatten den Auftrag, kleinere Betriebsstrukturen zu filmen“, sagt Mathias Metzler. „Große Industrie haben sie ja.“ Das Modell der Genossenschaften, die nicht für den eigenen Profit, sondern für ihre Mitglieder wirtschaften deren Verhandlungsposition stärken, habe sie fasziniert, sagt Metzler: „Dass da nicht der Konzernboss am Ende der Kette steht, sondern wieder an die Gemeinschaft verteilt wird.“ In Metzlers Näherei in der Gablenberger Hauptstraße wur de ebenso gedreht wie im Geschäft, auch eine Kundin wurde interviewt. Aber auch die lange Tradition des Familienunternehmens sprach die Gäste an, von den alten Fotos waren sie begeistert. So kam es, dass schließlich sogar ein Bild vom Großvater Walter Metzler im koreanischen Fern sehen zu sehen war.

 

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Bürokratie-Tipp Nummer 1 oder: Wie man Engagement erstickt

Hauptkategorie: Nachrichten und Infos aus Stuttgart GabelenbergKategorie: PolitikVeröffentlicht: Dienstag, 22. January 2019 07:30Geschrieben von Ait Atmane
Zugriffe: 286

Ein Kommentar des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg

Liebe Stadtverwaltung,
liebe Gewerkschaft Verdi,

man stelle sich vor, dass Eltern die teuersten Nachhilfestunden bezahlen, um ihr Kind zu fördern. Gleichzeitig nehmen sie ihm alle Bücher weg und verbieten ihm das Lesen, weil sie befürchten, dass die Inhalte nicht pädagogisch wertvoll sind. Das wäre ziemlich widersinnig, entspricht aber in etwa dem, wie in Stuttgart mit Handel und Gewerbe umgegangen wird: Auf der einen Seite stehen millionenschwere Förderprogram me, auf der anderen büro kratische Hindernisse, die jegliche Eigeninitiative zu ersticken drohen.

So hat der Gemeinderat eine „Richtlinie zur Revitaliserung von Ladenlokalen in Geschäftsstraßen“ beschlossen, wie im Stuttgarter Amtsblatt vom 13. Dezember nachzulesen war: Mit einem In ves titions fonds in Höhe von 2,7 Millionen Euro sollen die Zentren von Bad Cannstatt, Feuerbach, Untertürkheim, Vaihingen, Weilimdorf und Zuffenhausen gefördert werden, weil nicht nur die Nahversorgung, sondern auch „ihre gesellschaftliche und kulturelle Funktion“ verlorenzugehen droht. Gablenberg, Ostheim oder der Stöckach sind nicht dabei, vielleicht sind die „Trading-Down-Prozesse“, also der fortschreitende Zerfall von Handel und Gewerbe, hier nicht weit genug fortgeschritten. Doch dem, was Handel und Gewerbe selbst für sinnvoll halten und in Eigenregie auf die Beine stellen, werden regelmäßig Steine in den Weg gelegt. Aus diesem Grund gibt es bereits keinen verkaufsoffenen Sonntag in Ostheim mehr. Lokale Feste, ob Lange Ost Nacht oder Brunnenfest, drohen unter den Auflagen und den damit verbundenen steigenden Kosten und Risiken zu ersticken. Und langjährige Veranstaltungen wie der Maioder der Martinimarkt in Gablenberg genehmigt die Stadt zunächst einmal nicht, sondern meldet Zweifel an deren lokaler Bedeutung an. So geschehen in Gablenberg: Der Handels- und Gewer beverein Gablenberg hatte bereits im September wie jedes Jahr seine Anträge gestellt. Mitte Dezember bekam er den Hinweis vom Amt für öffentliche Ordnung, dass die üblichen Unterlagen nicht ausreichend seien und die Bedeutung der Veranstaltungen weiter erläutert werden müsse. Am besten noch vor Weihnachten, damit sich das Amt im neuen Jahr nicht noch einmal mit dieser Sache befassen müsse. Was der HGV postwendend tat. Aber bis Mitte Januar lag noch keine Genehmigung vor.

Nun soll auf der einen Seite ein Maimarkt attraktiv sein, mit vielen Ständen und einem Rahmenprogramm, damit alle Beteiligten profitieren. Man kann aber noch kein Rah menprogramm planen und Marktbeschicker werben, wenn nicht einmal eine Genehmigung vorliegt – sonst würde man unter Umständen die Leute für immer verprellen. Liebe Stadtverwaltung, habt ihr euch schon mal überlegt, dass wir zwar Geschäftsleute sind, uns aber mit der Organisation von Märkten und der Unterstützung von Festen – insbesondere der Langen Ost Nacht, die ja komplett außerhalb unserer Öffnungszeiten stattfindet – weit über unser Kerngeschäft hinaus für den Stadtteil einbringen? Deshalb machen ja auch nicht alle Geschäfte mit. Aber die, die es tun, sind in diesem Moment ehrenamtlich tätig! Das solltet ihr bedenken, wo doch allseits betont wird, wie wertvoll das Ehrenamt ist.

Liebe Verantwortliche bei Verdi, die ihr meint, unsere verkaufsoffenen Sonntage aus Gründen des Arbeitnehmerschutzes unterbinden zu müssen: Habt ihr schon mal daran gedacht, dass in Gablenberg die Geschäfte um sechs oder halb sieben schließen und samstags kurz nach Mittag, während die Einkaufszentren der Innenstadt deutlich längere Öffnungszeiten haben? Ist das nicht mehr als ein Ausgleich für zwei Mal fünf Stunden Sonntagsarbeit im Jahr? Wir laden euch herzlich ein, einen unserer verkaufsoffenen Sonntage zu besuchen und das die Mitarbeiter selbst zu fragen. Sofern ihr welche findet – tatsächlich stehen nämlich beim Mai- und Martinimarkt fast ausschließlich die Inhaber selbst und ihre Familien im Laden. Deshalb wird aus dieser Klage über die Bürokratie nun doch noch ein Tipp: Kommen und vor Ort schauen wäre weitaus sinnvoller als Paragrafen zu reiten.

Euer Handels- und Gewerbeverein Gablenberg

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