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Kreuzung in der Bergstraße

Bürger können mitreden

Am Donnerstag, 4. April um 18 Uhr wird im Bürgersaal des Bezirksrathauses (3. OG) ein Vorentwurf für die Kreuzungs bereiche der Berg-/ Pflas teräckerstraße sowie der Berg-/Libanon-/Klingenstraße vorgestellt. Diese Kreuzungen werden als überdimensioniert, unübersichtlich und vor allem für Schulkinder als gefährlich eingestuft. Auch das häufige Parken in zweiter Reihe erschwert die Querung. Darüber hinaus wünschten sich die Bürger mehr Grün in der Klingenstraße, heißt es beim Stadtplanungsamt und dem Stadtteilmanagement, die zu dem Abend einladen. Zur Erörterung hat bereits am 25. Oktober eine öffentliche Begehung stattgefunden.

Damals nahm das beauftragte Planungsbüro Dr.-Ing. Heinrich die Hinweise der Anwohner und Interessierten auf. Der daraus entstandene Entwurf wird jetzt vorgestellt, anschließend besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

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Rufta xi als Alternative ?

Zur Verkehrsanbindung Waldebene Ost

Zum Jahresanfang hat die SSB den Busverkehr auf die Waldebene Ost eingestellt. Daran scheint trotz der Bemühungen von verschiedenen Seiten – den Sportvereinen, den Handels- und Gewerbevereinen und der Bezirksvorsteherin – nichts mehr zu rütteln zu sein. Jetzt ist ein neues Modell in der Diskussion.

Die Sportvereine auf der Waldebene halten es nach wie vor für sehr wichtig, dass man mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihnen gelangen kann – zumal ganz aktuell der neue Jugendverein „FSV Waldebene Ost“ g e gründ et wird. „Man muss einfach gucken, dass es irgendwie weitergeht“, sagt Michael Harnisch von der Sportvereinigung (Spvgg ) Stuttgart-O s t . Einer Verlängerung des Pilotversuchs mit Kleinbussen hat die SSB jedoch klar eine Absage erteilt. Stattdessen brachte sie die Möglichkeit „SSB Flex“ ins Gespräch, die bereits in Cannstatt und in Degerloch genutzt werden kann. Es handelt es s ich um eine Art Ruftaxi, das über die Handy- App „moovel“ gebucht werden kann und den Fahrgast oder die Fahrgäste dann am Wunschpunkt ab holt. Dabei fallen allerdings Kosten an, auch wenn die Fahrgäste ein VVS-Ticket für die jeweilige Zone besitzen.

SSB-Flex soll das bestehende Bus- und Straßenbahnnetz ergänzen. Im Fall der Waldebene Ost könnte das zum Beispiel heißen, dass man mit dem 45er-Bus bis zum Buchwald fährt und dort in eins der SSB-Flex-Fahrzeuge – es sind Mercedes Benz V Klasse-Fahrzeuge mit fünf Sitzen hinten – umsteigt. Da dieses schon vorab per App buchbar ist, klappt es im Idealfall ohne Wartezeit . Anspruch darauf hat man laut den Beförderungs bedingungen der SSB allerdings ebenso wenig wie auf die Beförderung an sich – wenn alle Autos belegt sind, kann die Abholung auch länger dauern. Dass Kinder und Jugendliche mit der entsprechenden App klarkommen, kann man annehmen. Der Knackpunkt sei die Bezahlung, sagt Harnisch. Denn viele der Kinder und Jugendlichen, die zum Fußballtraining kommen, haben bereits eine VVS-Monatskarte. Die gilt im Ruf-Auto aber nicht, sie verbilligt lediglich die Fahrt. Der Flextarif für Kinder liegt bei 1,80 Euro für eine Zone, wenn k ein VVS-Ticket vorhanden ist. Mit VVS-Ticket fällt immer noch ein Euro pro Fahrt in einer Zone an. Wenn ein Kind dreimal die Woche zum Training fährt, wofür es jeweils zwei Fahrten benötigt, summiert sich das schnell. „Da muss man eine günstigere Möglichkeit finden“, sagt Michael Harnisch, wohl wissend, dass das nicht ganz einfach werden dürfte. Man verhandle gerade mit der Stadt über eine mögliche Kostenübernahme. Ein Ergebnis liegt derzeit noch nicht vor.

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Leserbrief: Neu erwacht aus seinem Schlaf ist das ehemalige SSB-Depot

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde unseres Stadtbezirks,

so langsam stellt sich der Frühling ein. Und so wie die Natur neu zu erwachen scheint, erwacht auch der Stuttgart Osten. Neu erwacht aus seinem Schlaf ist das ehemalige SSB-Depot am Ostendplatz nach 20 Monaten Bauzeit. Ende Januar übergab die Stuttgarter Straßenbahnen AG das fertig umgebaute ehemalige Straßenbahndepot in der Landhausstraße 188/1 am Ostendplatz an die Landeshauptstadt Stuttgart und die künftigen Nutzer. Eine Kindertagesstätte für 5 Gruppen mit Familienzentrum, eine Filiale der städtischen Musikschule inklusive Konzertsaal mit 74 Plätzen und das Jugendhaus Stuttgart-Ost können nun einziehen.

An das Gebäude wurden ein Fahrstuhl, ein Treppenhaus und eine Fluchttreppe angefügt. Alle drei Nutzungseinheiten haben einen eigenen Eingangsbereich, werden aber jeweils durch den Aufzug barrierefrei erschlossen.

Die bereits im Gebäude befindlichen Einrichtungen wie die Fahrbücherei, Werkstätten und eine Probebühne des Alten Schauspielhauses, eine weitere Probebühne und ein Gemeinwesenzentrum werden weiter im Gebäude bleiben. Weniger Erfreuliches passiert im angrenzenden Leo-Vetter-Bad. Die Öffnungszeiten des Bades sollen deutlich reduziert werden. Der Bäderentwicklungsplan sieht das vor und wurde in der letzten Sitzung des Bezirksbeirates eingebracht. 30 Prozent Kürzungen der Öffnungszeit im Winter. Im Sommer soll das Bad komplett für die Öffentlichkeit geschlossen sein. Obsolet wird da der erst neulich sanierte Außenbereich mit Liegewiese und Spielplatz. Natürlich bewegt das Thema viele Menschen und so kamen viele Bürger zu der Sitzung des Bezirksbeirates. Durchgängig war Unmut zu hören, dass man den Ostheimern ihr Bad wegnimmt. Ungeklärt bleibt die Frage der städtischen Schwimmkurse wie Babyschwimmen. Wie sollen die auch stattfinden, wenn das Bad geschlossen bleibt? Umso erfreulicher ist das einstimmige Votum des Bezirksbeirates gegen die Schließung. Selten habe ich als Bezirksvorsteherin Themen im Bezirks beirat behandelt, die so einvernehmlich diskutiert wurden. Damit senden wir ein deutliches Zeichen an den Gemeinderat und die Stadt, den Schließungsplan erneut zu überarbeiten. Auch in der nächsten Sitzung wird sich der Bezirksberat mit dem Thema befassen und für das Leo kämpfen.

Ihre Tatjana Strohmaier,
Bezirksvorsteherin

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Mobilität und Wohnraum

Einwohnerversammlung in der Raichberg-Realschule

Nach sieben Jahren fand wieder eine Einwohnerversammlung im Stuttgarter Osten statt. Die Bürgerschaft hatte nach der Begrüßung durch Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier und einer Ansprache von Oberbürgermeister Fritz Kuhn zweieinhalb Stunden lang Gelegenheit, dem Stadtoberhaupt und seinen sechs Beigeordneten mitzuteilen, wo der Schuh im Stadtteil drückt. Hauptanliegen der zahlreichen Bewohner, die in die Turn- und Versammlungshalle der Raichberg-Realschule gekommen waren, sind Mobilität, Öffentlicher Nahverkehr, bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Digitalisierung sowie die Buslinie 64.

Das vordringlichste Problem, das viele Menschen in Stuttgart-Ost umtreibt, ist der massive und, wie es ein Bewohner ausdrückte, auch aggressive Verkehr. Die Autos stauen sich nicht nur auf der Wagenburgund Talstraße, sondern auch in der Gablenberger Hauptstraße. Der Schleichverkehr ziehe sich auch durch Wohngebiete. Tempo 40 wurde eingeführt. Viele Autofahrer halten sich nicht daran, wie ein Bürger monierte. Abhilfe verspricht sich Oberbürgermeister Kuhn durch das Projekt „Gablenberg Soziale Stadt“, das auch Vorschläge zur Verkehrsberuhigung sammeln soll: „Es kann so nicht weitergehen“, betonte der Ver wal tungschef. Ein Umsteigen auf den Öffent lichen Personen nahverkehr (ÖPNV) begrüßen zwar viele Einwohner grundsätzlich. Kritisiert wurden die Preisen und die Taktung. Unter großem Beifall sprach ei ne Bewohnerin vom „ÖPNVFrust“: für Familien oftmals schlichtweg zu teuer. Bemängelt wurde auch die neue Schnellbuslinie X1 zwischen Bad Cannstatt und Stuttgart- Mitte, die durch mehr Kapazität für bessere Luft sorgen soll, von der im Stuttgarter Osten aber niemand profitiere, so die erboste Einwohnerin. Da half auch Kuhns Trost wenig, dass dies der Prototyp für andere Linien sei. Letztlich sind Busse nur sinnvoll, wenn sie durchkommen und genau das ist das Problem in Gablenberg. Mögliche Busspuren beid seitig der Wagenburg straße werden derzeit untersucht, Parkplätze würden wegfallen. Eine Entscheidung wird davon abhängig gemacht, wie sich das Parkraummanagement auswirkt, das ab 1. Dezember in Stuttgart-Ost illegalem und Pendler-Parken einen Riegel vorschieben soll. Das mögliche Aus für das Pilotprojekt – die Verlängerung der Buslinie 64 von Buchwald über die Waldebene Ost – zum Jahresende, ist für Vereins ver treter schlichtweg „ein Skandal“. Immerhin müssten wöchentlich 500 Kinder und Jugendliche zu den dort ansässigen Vereinen. Der Vorschlag des Sprechers: Betriebszeiten im Sommer und Winter verkürzen, um Kosten zu reduzieren. Kuhn versprach eine erneute Überprüfung.

Weitere Themen, die die Bürger umtrieben, waren Radwegeausbau und Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder auf öffentlichen Flächen sowie die Forderung nach städtebaulichen Entwicklungsmaß nahmen und bezahlbarem Wohnraum, etwa im Sanierungsgebiet Stöckach. Die Sanierung des Mineralbads Berg und der Villa Berg mit Parkanlage beschäftigte die Besucher. Der Erhalt der Blankenhorn-Villa, die die Stadt abreißen lassen möchte, wurde gefordert. Die Zerstörung von Fresken und Malerei en an den Außenwänden wurde diesbezüglich moniert. Die Sanierung der Außenanlage der Villa Berg ist für 2021/22 vorgesehen, die alten Fernsehstudios werden abgerissen. Wenig erfreut zeigten sich einige Bürger über die Idee, möglicherweise ein Kon zerthaus in den Park der Villa Berg zu bauen. Die Entscheidung steht noch aus.

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Neue Verkehrszählung?

Kreuzungsrundgang im Sanierungsgebiet

Die Bürger sollen von Anfang an einbezogen werden, bisher gebe es noch keinerlei Planungen: Das betonten Vertreter der Stadt und des Stadtteilmanagements bei der Begehung von drei Straßenkreuzungen und einer Durchfahrtssperre, die im Zuge des Sanierungsgebiets Gablenberg umgestaltet werden könnten. Es handelt sich um die Kreuzungen Libanon-/Klingenstraße, Libanon-/Bergstraße, Berg-/Pflasteräckerstraße sowie den Poller in der Bergstraße.

Gut 60 Interessierte hatten sich zum „Kreuzungs-Rundgang“ eingefunden, die meisten von ihnen waren Anwohner der betroffenen Straßen. Sie klagten über den Schleichverkehr, über zu schnell fahrende Autos und die Missachtung der Einbahnstraße oder der Absperrung in der Bergstraße. Der Schleichverkehr entlarve sich schon durch die Autonummern aus der ganzen Region, betonten mehrere Betroffene. Eine Verkehrszählung im Jahr 2015 war zu einem anderen Ergebnis gekommen, nämlich, dass sich der Schleichverkehr hier in Grenzen halte oder gar nicht feststellbar sei. Dem widersprachen einige Begehungsteilnehmer vehement: Die Zählung habe „unstrittig Mängel“ gehabt, so ein Anwohner, man habe sie damals nur hingenommen, um weitere Schritte nicht zu verzögern. Ob tatsächlich eine neue Zählung stattfinden müsse, wie einige forderten, werde man überprüfen, so Philip Klein vom Büro Soziale Stadt Gablenberg.

Oftmals seien die Straßen so zugeparkt, auch an den abgerundeten Ecken der Kreuzungen, dass man nicht zwischen den Autos durch auf die Straße komme, berichteten einige. Die breiten Gehwege hätten zur Folge, dass auch Autos auf ihnen abgestellt würden. Vor allem die Kreuzung Pflasteräcker-/Bergstraße sei für Kinder sehr unübersichtlich und gefährlich, sagte eine Mutter und plädierte für einen Zebrastreifen oder eine andere Querungshilfe an dieser Stelle. An dieser Ecke war während der Besichtigung, die von 17.30 bis 19 Uhr dauerte, tatsächlich der meiste Verkehr festzustellen. Insgesamt war das Autoaufkommen aber zumindest zu dieser Zeit verglichen mit anderen Straßen eher gering. Die Überlegung, die sehr großen, flächigen Kreuzungs bereiche umzugestalten und damit auch zu Orten für nachbarschaftliche Begegnung zu machen, fand zwar viel Zustimmung. Wie genau das aussehen könnte, blieb allerdings offen. Konkreter waren die Anmerkungen zum Grünstreifen in der Bergstraße, zwischen dem Spielplatz und dem Urban Gardening. Hier soll eine Verweilzone, auch für Erwachsene, entstehen. In diesem Sinn schlug eine Anwohnerin einen Boule- Platz vor. Ingrid Schuler vom Gartenbauamt dämpfte die Hoffnungen, weil es ja schon eine Boulebahn im Klingenbach park gebe. Über dieser Argumentation schüttelten die Rundgangsteilnehmer den Kopf: Die dortige Bahn sei gut genutzt, das spreche doch eher für eine weitere in der Bergstraße. Eine weitere Anregung bezog sich auf die Beleuchtung, die so sein müsse, dass unerwünschtes Publikum und illegale Geschäfte im Dunkeln ausbleiben.

Konkretes konnte Martina de la Rosa vom Stadtplanungsamt zum Grundstück an der Einmündung der Buchwaldstaffel in die Bergstraße sagen. Jemand hatte gefragt, was an den Gerüchten über seine Bebauung dran sei. Tat sächlich werde gerade eine Machbarkeitsstudie für eine Kita erstellt, bestätigte de la Rosa. Sollte diese wirklich einmal gebaut werden, würde auch eine Quartiersgarage dazugehören, versicherte sie.

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Das Ende für die 64?

SSB will Busverkehr auf die Waldebene beenden

War es das schon mit dem Busverkehr auf die Waldebene Ost? Die SSB will das Projekt mit dem Ende des Probebetriebs im Dezember einstellen; die Vereine und auch der Bezirksbeirat plädieren für eine zweite Chance. Denn sie füh ren die schlechte Auslastung auf Fehler im Konzept zurück.

Von einem „Konstruktions fehler“ sprach Bernhard Herp (CDU) in der Sitzung des Bezirksbeirats, Daniel Campo lieti (SPD) nannte die neue 64 so, wie sie konzipiert war, „eine Totgeburt“. Ähnlich äußerte sich Michael Dala ker als Sprecher von fünf Vereinen auf der Waldebene Ost. Hauptkritik punkt war, dass die Linie 64 nur ab Buchwald fährt und nicht ab dem Ostendplatz oder wenigstens dem Schmalz markt. Der Anschluss an die Linie 45 habe nicht so geklappt wie versprochen. Da könne man verstehen, dass Eltern sagen: „Ich lass mein Kind nicht zwei Mal umsteigen und unter Umstän den 18 Minuten warten, weil der Anschluss verpasst wur de“, sagte Jugendrat Max Göhner, der sich ebenfalls für den Erhalt der Buslinie einsetzt.

Dass die Linie unwirtschaftlich sei, liege auch an den zu langen Betriebszeiten, sagte Dalaker. Aus Sicht der Vereine würde es reichen, ab 16.30 Uhr die Waldebene anzufahren. Dem widersprach Roland Krause von der Stuttgarter Straßenbahn. Auch um diese Tageszeit werde die Linie nicht intensiver genutzt: „Wir haben explizit keine Nachfragespitzen.“ Durch schnittlich hätten der Statistik zufolge wochentags in jedem Bus 0,6 Personen gesessen, sonntags 0,9. Der Zuschuss be darf pro Fahrgast liege damit bei 15 Euro: „So kann ich keinen Betrieb aufrechterhalten.“ Eine Verlängerung der 45 anstelle des 64er-Kleinbusses sei nicht möglich, weil die großen Busse gar nicht auf die Waldebene fahren könnten. Eine Verlänge rung des 64ers in Richtung Gablenberg oder Ostheim bedeute „Parallelbetrieb“ von Bussen – das lehne man grundsätzlich ab. Damit wollten sich die Mitglie der des Bezirksbeirats nicht abfinden, sie führten weitere Schwachpunkte des aktuellen Konzeptes an. Die schwarzen Kleinbusse seien quasi unsichtbar gewesen und gar nicht aufgefallen, die unterstützende Werbung des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg erst viel zu spät zugelassen worden, ebenso wie die Bonus-Aktion der Gast stätten auf der Wald ebene. Fabian Richter-Reuschle (Grüne) bemängelte, die Zählungen hätten teils in den Ferien stattgefunden und die SSB habe keine für den Schülerverkehr sinnvolle Streckenführung gewählt.

Bei den Vertretern der SSB fand das alles kein Gehör, diese Argumente seien schon mehrfach durchgekaut worden, meinte Krause. Dennoch beantragte der Bezirksbeirat einstimmig einen weiteren Probebetrieb unter anderen Vorzeichen: Entweder soll die Linie 45, die von Cannstatt zum Buchwald fährt, bis zur Waldebene verlängert werden. Oder aber, so der Vorschlag der SPD, die Kleinbusse der 64 über den Ostendplatz und die Heilandskirche bis Berg wei terfahren. Die Entscheidung liegt letztendlich beim Aufsichtsrat der SSB.

Kommentar

Ist der Probebetrieb der Linie 64 erst einmal beendet, wird es sehr schwer, ihn wieder aufleben zu lassen. Die Handels- und Gewerbevereine Gablenberg und Stuttgart-Ost plädieren deshalb dafür, innezuhalten und noch einmal nachzudenken. Denn anders als die Vertreter der SSB im Bezirksbeirat sehen sie durchaus Chancen, die Wirtschaftlichkeit der Linie zu steigern. Die SSB lehnt zwar vehement einen Parallelbetrieb der Linien 45 und 64 ab und verweist immer wieder darauf, dass die 45er-Busse zu groß seien, um bis auf die Waldebene zu fahren. Aber es gibt ja noch eine andere denkbare Variante, die Peter Metzler, der Vorsitzende des HGV Gablenberg beschreibt: „Am einfachsten wäre doch, die schwarzen 64er-Kleinbusse würden bis zum Ostenplatz fahren und die 45 aus Bad Cannstatt kommend auch nur bis dort.“ Damit wäre das Umsteigen – sofern überhaupt notwendig – an einen belebten Ort verlegt, an dem es verschiedene Anschluss möglichkeiten gibt. Dass der Bus den ganzen Tag lang fährt, halten die Gewerbetreibenden für wichtig, er könnte so eine direkte Verbindung für die Frauenkopfbewohner zum Ostendplatz bilden. Durchaus denkbar wäre auch, dass er wochentags außerhalb der Trainingszeiten der Vereine, also vor 16.30 Uhr, nicht auf die Waldebene abbiegt. Diese Möglichkeiten sind, zumindest öffentlich, noch nicht erörtert worden.

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Langsamer durch die Gablenberger Hauptstraße

Aufmerksame Autofahrer werden die Tempo-40-Schilder bemerkt haben, die seit zwei Wochen sowohl bergauf- als auch bergabwärts montiert wurden. Vorher angekündigt war das nicht, allerdings stand die Gablenberger Hauptstraße als eine der möglichen Steigungsstrecken, auf denen Tempo 40 gelten soll, in der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans vom August 2018. Sie reiht sich damit in andere Straßen wie die Pischek-, Planck- oder Neue Straße ein, in denen diese Geschwindigkeitsbegrenzung schon seit vier Jahren gilt. Zug um Zug wurde die Regelung seitdem ausgeweitet.

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Ausweise beantragen

Parkraummanagement ab 1. Dezember

Ab 1. Dezember gilt das Parkraummanagement auch in weiten Teilen des Stuttgarter Ostens: am Stöckach und in Ostheim, in Teilen der Gänsheide und von Gablenberg. Auch ein kleiner Teil von Gaisburg ist betroffen. Die Stadtteile Frauenkopf und Berg bleiben vorläufig komplett ausgenommen vom Parkraummanagement. Ordnungsbürgermeister Martin Schairer stellte gemeinsam mit Stephan Oehler vom Amt für Stadtplanung und Birgit Wöhrle vom Amt für Öffentliche Ordnung das Projekt in Anwesenheit von Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier vor. Zahlreiche Besucher waren in das AWO-Begegnungs- und Servicezentrum Ostend gekommen, um sich über diese Form „moderner Urbanität“ zu informieren. Ziel ist, die Situation für Bewohner, aber auch für die Umwelt und den Verkehr zu verbessern sowie den Pendlerverkehr einzudämmen. Die neue Parkregelung wird in den Stadtbezirken eingeführt, wo besonders hoher Parkdruck herrscht. Parkscheinautomaten und Verkehrszeichen dafür sollen bis November aufgestellt werden.

Blaue Zone, orange Zone

Wo das Parkraummanagement gilt, kann in der Nacht von 22 bis 8 Uhr und an Sonn- und Feiertagen wie bisher geparkt werden. Von Montag bis Samstag von 8 bis 22 Uhr gelten neue Regeln. Im Bereich mit einem blauen P können die Bewohner für 30,70 Euro pro Jahr einen Bewohnerparkausweis erwerben. Damit ist das Parken in dem entsprechenden Teilgebiet gebührenfrei, man hat allerdings keine Garantie, einen Parkplatz zu finden. Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Die gibt es für 120 Euro pro Jahr ohne Kennzeichenbindung. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen am Automat bezahlen, wenn sie parken. Ausgenommen sind aber Elektrofahrzeuge, die ebenso kostenlos parken. Ein orangefarbenes P kennzeichnet den Kurzzeitparkbereich: Dort, wo viele Geschäfte sind, wie in der Ostendstraße und der Gablenberger Hauptstraße, darf für maximal zwei Stunden geparkt werden. Tagsüber müssen alle dafür bezahlen, auch Anwohner. Für diese ist allerdings ab 19 Uhr und samstags schon ab 14 Uhr das Parken in dieser Zone frei. Für den Einzelhandel und die Geschäfte sei diese Regelung wichtig. Die „Brötchentaste“, die 30 Minuten Gratisparken erlaubt, bliebt dabei erhalten.

Wer bekommt einen Parkausweis?

Wer seinen Hauptwohnsitz im Gebiet hat und ein Auto, aber keine Garage und keinen Stell platz besitzt, kann einen Bewohnerparkausweis beantragen. Pro Person ist nur ein solcher Ausweis nötig, haben aber vier Familienmitglieder vier Autos, können sie vier Bewohnerparkausweise beantragen. Möglich ist dies online unter www.stuttgart.de/parkraummanagement  oder im Bürgerbüro. Die Ausweise wer den dann zugeschickt. Wöhrle rät dringend, die Ausweise rechtzeitig zu beantragen, um Verzögerungen zu vermeiden, da das Amt zirka 7 000 Bewohnerparkausweise ausstellen muss.

Die Zuhörer hatten zahlreiche Fragen zum künftigen Parkraummanagement, etwa nach der Überwachung, Parken vor Garagen, nach der Situation nachts und zum Be- und Entladen. Stadtplaner Oehler versicherte, dass durch das sogenannte „lernende System“ jederzeit nachjustiert werden könne. Weitere Informationen unter www.stuttgart.de/parkeninost .

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2. Leserbrief: Zur geplanten Einstellung der „neuen 64“

Sehr geehrte Redaktion,

Der von der SSB beabsichtigen Einstellung des Probebetriebs der Busline 64 mit der Verlängerung von der Haltestelle über die Waldebene Ost zur Haltestelle Buchwald wohnt kein tiefer, gemeinwohlorientierter Sinn inne. Der Probebetrieb erfordert, dass die SSB mit ihrem Marketinginstrumentarium dieses zusätzliche Serviceangebot offensiv und langfristig zusammen mit den Stadtteilakteuren Gewerbe- und Handelsverein, den Sportvereinen und Waldheimen sowie dem Bezirksbeirat Ost in der Bevölkerung propagiert. Was zig Jahre versäumt wurde, kann nicht mit wenigen Betriebsmonaten eine Verhaltensveränderung bei den Bürgern bewirken.

Eine aus schließlich fiskalische Betrachtung wird von einer nicht monetären,ökologischen, volkswirtschaftlichen Betrachtung um ein Vielfaches aufgewogen. Dem Gemeinderat mit seinen SSB Aufsichtsräten dürfte es schwer fallen, der Bürgerschaft zu vermitteln, dass für fragwürdige Laubwände und Laubbänke Hunderttausende von Euro im öffentlichen Raum wirkungslos vertrocknen, während für eine im Stadtbezirk Ost demografie und überlebensnotwendige ÖPNV-Infrastrukturmaßnahme keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen sollen. Der SSB ist der Verstand der Verständigen zu wünschen und dem Gemeinderat die Erkenntnis von Cicero in Erinnerung zu rufen, dass das Wohl der Bürger im drittgrößten Stadtbezirk oberstes Anliegen ist.

Mit leserbrieffreundlichen Grüßen, Peter Launer

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Leserbriefe: Zur geplanten Einstellung der „neuen 64“

Die Bezirksvorsteherin nimmt Stellung

Zur geplanten Einstellung der „neuen 64“

Der Aufsichtsrat der SSB hat Ende Juni beschlossen, den Probebetrieb auf der Linie 64 auf die Waldebene Ost beim Fahrplanwechsel im Dezember aufzugeben. Die Linie 64 soll dann nur noch wie zuvor zwischen Frauenkopf und Stelle verkehren. Als Begründung wird eine geringe Auslastung der Strecke angegeben. Dazu nimmt Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier Stellung:

„Ich kann mich hier nur vollumfänglich der Argumentation der Vereine auf der Waldebene Ost in ihrem berechtigten Brandbrief und des Handels- und Gewerbevereins anschließen. Durch die Optimierung der Taktung an den Bedarf vor Ort und eine Verlängerung der Linie würde die Fahrt attraktiver werden. Es würden sich mehr Fahrgäste für den ÖPNV entscheiden, was die Rentabilität erhöhen würde. Die zum Teil langen Umsteigezeiten zum Teil in Folge der Verspätungen der Linie 45 schrecken potenzielle Fahrgäste ab.

Gleichzeitig dürfen nicht nur bloße Verkaufszahlen in den Bussen als Bewertungsgrundlage herangezogen werden. Ins besondere die vielen Kinder- und Jugendlichen in den Vereinen der Waldebene Ost aber auch die vielen Besucher der gastronomischen Angebote nutzen eine Monatskarte oder Jahreskarte. Eine gute Anbindung an den ÖPNV ist wichtig für die Weiterentwicklung der Vereine auf der Waldebene Ost, die auch mit ihrem sozialen Engagement für Kinder und Jugendliche aus Stuttgart-Ost einen großen Beitrag zum Miteinander in Stuttgart-Ost leisten. Die Anbindung der Waldebene Ost an den ÖPNV bereichert zugleich das Angebot der SSB und stellt damit einen Anreiz dar, eine Jahreskarte zu kaufen. Aber dazu muss das Angebot verlässlich funktionieren.

Erst vor kurzem beschrieb der HGV den Erhalt dieser Verkehrsverbindung als enorm wichtig für alle, die nicht die Möglichkeit haben, mit dem Auto zu fahren. Die Anbindung der Waldebene Ost trägt dazu bei, die Umwelt und den Wald zu schonen, und in unserem Naherholungsgebiet die Luftverschmutzung und die Lärmbelästigung zu verringern. Auch verringert ein attraktives ÖPNV Angebot, dass an Wochenenden auf der Waldebene Ost bestehende Bezirksvorsteherin Parkplatzproblem. Besonders am Wochenende sind die Straßen und Wege beidseitig zugeparkt, sodass Fußgänger und Radfahrer behindert werden. Es wäre blanker Hohn, wenn der UNESCO-zertifizierte NaturaTrail auf der Waldebene nur mit dem Auto erreichbar wäre.

Ich finde es schade, dass der Aufsichtsrat diese Entscheidung jetzt vorgelegt bekommen hat. Erst im Juni dieses Jahres liefen zwei Aktionen zur Unterstützung der Busverbindung an. Der Handels- und Gewerbeverein Gablenberg sponsert mit Werbung die beiden schwarzen Kleinbusse, die auf dieser Linie unterwegs sind und macht diese als ÖPNV erkennbar. Bisher waren die Busse nicht als ÖPNV für die Bürger erkennbar. Gleichzeitig liegen in den Bussen die neuen Bonus-Karten aus, mit denen die Fahrgäste Vergünstigungen bei Gastronomen auf der Wald - ebene bekommen können, um einen Anreiz für die Bus-Nutzung zu schaffen. Beide Ideen brachten Vereine und HGV schon vor Beginn der Testphase im Jahr 2017 ein. Der Umstand, dass die Umsetzung durch die SSB erst so spät erfolgte und die Wirksamkeit der Maßnahmen nun gar nicht evaluiert wurde, stimmt nachdenklich. Es bleibt zu hoffen, dass dadurch nicht weiteres Engagement vergrault wird.

Um der SSB die Möglichkeit der Stellungnahme zu geben und dem Bezirksbeirat und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit Argumente vorzutragen, habe ich einen Vertreter der SSB in die nächsten Sitzungen des Bezirksbeirates geladen.

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